Jetzt beginnt die schwierige Phase des Wiederaufbaus
Bonn/Kathmandu, 26. September 2026. Einen Monat nach der verheerenden Flutkatastrophe befindet sich Nepal nicht mehr in der akuten Rettungsphase, sondern in einer schwierigen Übergangsphase zwischen Nothilfe und Wiederaufbau. Rund 1,6 Millionen Menschen sind von den Auswirkungen der Katastrophe betroffen. Die Fluten haben ganze Landstriche schwer verwüstet, Wohnraum und wichtige Infrastruktur beschädigt oder zerstört und entlang der betroffenen Flusstäler Millionen Tonnen Geröll hinterlassen.
Für viele Menschen sind die Folgen der Katastrophe nach wie vor unmittelbar spürbar. Familien trauern um Angehörige, Freund:innen und Nachbar:innen oder suchen noch immer nach Vermissten. Viele Betroffene leben weiterhin in provisorischen Unterkünften, bei Gastfamilien oder in angemieteten Unterkünften und wissen nicht, wann sie zurückkehren oder wie sie ihre Existenz neu aufbauen können. Beschädigte Straßen sowie Wasser- und Sanitärsysteme erschweren vielerorts zusätzlich den Alltag. Hinzu kommt die Sorge vor der Ausbreitung von Krankheiten aufgrund der beschädigten Versorgungssysteme.
Gleichzeitig verändern sich die Bedürfnisse der Menschen. Lebensmittel und klassische Hilfsgüter sind vielerorts inzwischen ausreichend vorhanden. Lokale Behörden haben Hilfsorganisationen daher gebeten, zusätzliche Verteilungen teilweise einzustellen. „Jetzt brauchen die Menschen vor allem sichere längerfristige Unterkünfte, Bargeldhilfen und Unterstützung, damit sie sich wieder eine Existenz aufbauen können, sowie Hilfe bei der Vorbereitung auf den nahenden Winter.“, erklärt Franziska Jörns, Humanitäre Koordinatorin bei CARE Deutschland. „Für viele Familien ist die Katastrophe nach einem Monat noch lange nicht vorbei. Sie müssen nicht nur ihre Häuser und ihr Leben neu aufbauen, sondern auch das Erlebte verarbeiten.“
CARE passt seine Unterstützung an diese veränderten Bedarfe an. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen und in enger Abstimmung mit den nepalesischen Behörden unterstützt CARE betroffene Familien unter anderem mit Bargeldhilfen für Miet- und dringende Haushaltskosten und arbeitet daran, Menschen bei der Wiederherstellung ihrer Lebensgrundlagen zu unterstützen. Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation WOREC betreibt CARE zudem Schutz- und Anlaufstellen für Frauen und Mädchen, in denen unter anderem psychosoziale Unterstützung angeboten wird.
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