Nachfolgend finden Sie Statements von CARE-Mitarbeitenden und einer lokalen Partnerorganisation zur aktuellen Lage in Venezuela nach den verheerenden Erdbeben:

„Die Lage in La Guaira ist noch viel dramatischer, als wir zunächst gedacht hatten. Die Zerstörung ist total. Es sieht nicht so aus, als hätte dort jemals eine Stadt gestanden.“
Daniella Inojosa, Direktorin und Mitbegründerin von Tinta Violeta, einer lokalen CARE-Partnerorganisation in Venezuela, die auf psychosoziale Betreuung und Hilfsangebote für Frauen und Kinder spezialisiert ist

„Das Ausmaß der Zerstörung, der menschlichen Verluste und der Traumata ist absolut herzzerreißend. Die Such- und Rettungsmaßnahmen dauern noch an. Wir gehen weiterhin davon aus, dass der humanitäre Bedarf weiter steigen wird. Unsere venezolanischen Partner, mit denen wir seit 2018 zusammenarbeiten, haben bereits in den ersten Stunden nach den Erdbeben mit den Hilfsmaßnahmen begonnen, obwohl einige ihrer eigenen Mitarbeitenden selbst betroffen waren. Sie kennen diese Gemeinden, verstehen deren Bedürfnisse und sind am besten in der Lage, die Hilfsmaßnahmen zu leiten.“
Ana Maria Mendez, CARE-Regionaldirektorin für Lateinamerika und die Karibik

„Nach den Erdbeben richteten unsere lokalen Partner in den am stärksten betroffenen Gemeinden sofort Hilfsstellen ein, um gezielt Unterstützung zu leisten. Sie verteilen seitdem Wasser, warme Mahlzeiten, wichtige Hygieneartikel und andere Hilfsgüter. Zudem bieten sie Betreuung und Unterstützung für Menschen, die von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind. Allein innerhalb der ersten 72 Stunden ihres Einsatzes in Notunterkünften identifizierte unsere Partnerorganisation Tinta Violeta 22 Fälle sexualisierter Gewalt. Das macht deutlich, wie direkt die Risiken für Frauen und Mädchen in die Höhe schnellen, nachdem sie ihr sicheres Zuhause verloren haben.“
Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von CARE Deutschland