CARE leistet lebensrettende Hilfe für Hunderttausende
Bonn, 2. Dezember 2025. Seit Mitte November führen extreme Regenfälle in Asien zu massiven Überschwemmungen, Erdrutschen und Flussufererosion. Laut der nationalen Katastrophenschutzbehörde (BNPB) in Indonesien sind allein dort bislang über 440 Menschen ums Leben gekommen. Fast genauso viele Personen gelten als vermisst. Insgesamt sind mehr als eine Million Menschen betroffen, davon rund 290.000 vertrieben. Ganze Regionen sind inzwischen abgeschnitten, Straßen und Brücken zerstört. In einigen Dörfern sind die einzigen Wege nach draußen verschüttet, sodass Hilfsgüter per Hubschrauber oder Kleinflugzeug eingeflogen werden müssen.
„Familien harren seit Tagen in improvisierten Unterkünften aus ohne Zugang zu sauberem Wasser. Viele haben nur das, was sie am Leib tragen“, berichtet Franziska Jörns, Humanitäre Koordinatorin bei CARE Deutschland. „In Aceh sind ganze Gemeinden abgeschnitten. Wir sprechen von Menschen, die buchstäblich auf Inseln aus Schlamm und Trümmern leben.“
Auch in Sri Lanka ist die Lage dramatisch: Tropensturm „Ditwah“ hat katastrophale Überschwemmungen und tödliche Erdrutsche ausgelöst. Offizielle Zahlen bestätigen hier über 350 Tote, mehr als 360 Vermisste und mindestens rund 210.000 Menschen, die nun vertrieben sind. Rund eine Million Menschen sind nach UN-Angaben betroffen. Weitreichende landwirtschaftliche Flächen wurden zerstört. In den Bergregionen wie Badulla und Nuwara Eliya sind ganze Hänge abgerutscht. „Wir haben Berichte von Familien, die im Schlaf von Erdmassen überrascht wurden. Häuser sind verschwunden“, berichtet Franziska Jörns weiter, „die Überlebenden stehen vor dem Nichts.“
Sauberes Trinkwasser, sichere Unterkünfte und Hygieneartikel sind entscheidend, um Krankheitsausbrüche zu verhindern. In Indonesien fehlt zudem schweres Gerät, um verschüttete Straßen zu räumen und abgeschnittene Gemeinden zu erreichen. CARE verteilt Hygiene-Pakete, unterstützt Evakuierungen und richtet Notunterkünfte gemeinsam mit lokalen Partnern ein. In Sri Lanka organisiert CAREs Partnerorganisation Chrysalis eine geschlechtergerechte Nothilfe mit Hygiene-Artikeln für Frauen und Mädchen, Notunterkünften und finanzieller Unterstützung. Zusätzlich bereitet CARE eine Rapid Gender Analysis vor, um die besonderen Schutzbedarfe von Frauen und Kindern schnell zu ermitteln.
Schnelle Hilfe ist nun erforderlich, denn die Lage ist dramatisch. „So viele Menschen haben alles verloren. Ihre Häuser, ihre Lebensgrundlagen, ihre Sicherheit“, sagt Franziska Jörns, Humanitäre Koordinatorin bei CARE Deutschland. „Wir tun alles, um schnell lebensrettende Hilfe zu leisten, aber die Herausforderungen sind enorm. Internationale Solidarität und finanzielle Unterstützung sind jetzt dringend notwendig.“
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