Mehrere Taifune in Folge verschärfen die Lage für Überlebende von Erdbeben und Überschwemmungen

Bonn, 11. November 2025. Nur wenige Wochen nach schweren Erdbeben und Überschwemmungen traf der Taifun Tino (lokal: Kalmaegi) die zentralen Philippinen. Super-Taifun Fung-Wong schließt sich an. Die dramatische Notlage der betroffenen Menschen verschärft sich weiter. Besonders betroffen sind Regionen, die bereits zuvor durch Erdbeben und Überschwemmungen verwüstet wurden. CARE Philippinen hat sofort reagiert und Nothilfeteams in Cebu, Negros Occidental und Eastern Samar mobilisiert, um mit lebenswichtiger Hilfe zu unterstützen. 

Allein Taifun Tino traf gleich fünfmal auf verschiedene Küstenabschnitte der Visayas, einer zentralen Inselgruppe der Philippinen. Der landesweite Katastrophenzustand wurde ausgerufen.  

Frauen und Mädchen tragen erneut die Hauptlast dieser sich überlagernden Krisen“, erklärt Reiza S. Dejito, Landesdirektorin von CARE Philippinen. „Viele Familien in Nord-Cebu, die durch das Erdbeben im September bereits alles verloren haben, wurden nun erneut vertrieben. Frauen stehen unter enormem Druck, ihre Familien im Freien zu versorgen und haben Angst.“  

Dort, wo Familien ihre Brunnen nicht mehr nutzen können, weil sie durch die Überflutungen verschmutzt sind, müssen sie Wasser an Auffüllstationen kaufen. Gleichzeitig haben aber viele Familien ihre Einkommen eingebüßt, weil auch die Arbeit auf gefluteten Plantagen eingestellt wurde. 

CARE kann dank seiner langjährigen Präsenz vor Ort schnell auf die aktuelle Notlage reagieren. Bereits vor den Stürmen wurden Hilfsgüter wie Planen, Decken und Hygieneartikel im Rahmen des Projekts „Start Ready“ in Eastern Samar gelagert. Die CARE-Nothilfeteams arbeiten mit der Humanitarian Partnership Platform (HPP) und im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten ACCESS-Projekts zusammen. In dieser engen Zusammenarbeit lässt sich schnell erfassen, was betroffene Familien am dringendsten brauchen, darunter Notunterkünfte, sauberes Trinkwasser oder Lebensmittel. Der Bedarf steigt. 

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