Ardo aus Somalia kocht Mittagessen.

Gemeinsam gegen Hunger – weltweit

Millionen Menschen weltweit, insbesondere Kleinkinder, sind dem Hunger schutzlos ausgeliefert. Maßnahmen von CARE dienen dazu, Ernährungssicherheit zu schaffen und Hungersnöten vorzubeugen.

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Millionen Menschen weltweit, insbesondere Kleinkinder, sind dem Hunger schutzlos ausgeliefert. Maßnahmen von CARE dienen dazu, Ernährungssicherheit zu schaffen und Hungersnöten vorzubeugen.

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CARE hilft, den Hunger weltweit zu bekämpfen

Die Ernährungssicherheit und der Ernährungszustand der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen haben sich in den letzten Jahren verschlechtert. Weltweit müssen mehr als 733 Millionen Menschen hungern. Im Sudan ist die Hälfte der Bevölkerung - rund 25 Millionen Menschen - von Hunger bedroht. Ebenso ist die Lage der Menschen in Gaza alarmierend. CARE verfolgt daher das Ziel, Millionen Menschen weltweit darin zu unterstützen, nachhaltigen Zugang zu einer sicheren Ernährung zu bekommen und die Landwirtschaft an die veränderten Gegebenheiten des Klimawandels anzupassen. Die Stärkung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft und das Wissen um nährstoffreiche Ernährung sind dabei zwei der wichtigsten Schritte.

Ukraine-Krieg: Auswirkungen auf die globalen Ernährungssysteme

Der Ukraine-Krieg und die daraus resultierende Krise der Lebensmittel-, Brennstoffe und Düngermärkte hat die bestehende Ernährungskrise verschärft, die zuvor schon durch weltweite Konflikte, die Klimakrise, wirtschaftlichem Druck und die Pandemie verursacht wurde. Die Ukraine gehört zu den wichtigsten Getreidelieferanten der Welt. Umso verheerender ist es, dass der Krieg wichtige Getreideexporte verhindert. Lieferungen von Millionen Tonnen Weizen fallen aus und viele afrikanische Länder können dadurch nicht mehr ausreichend Grundnahrungsmittel importieren.

Die Situation in der Ukraine führt außerdem zu einem raschen Anstieg der Lebensmittel- und Energiepreise und zu einer erheblichen Verschlechterung der Aussichten auf eine Erholung der Weltwirtschaft, was sich vor allem auf die schwachen Bevölkerungsgruppen in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen auswirken dürfte. Dadurch sind in vielen Ländern des Globalen Südens noch mehr Menschen akut von Hunger bedroht. g der Aussichten auf eine Erholung der Weltwirtschaft, was sich vor allem auf die schwachen Bevölkerungsgruppen in Ländern mit chwachen Bevölkerungsgruppen in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen auswirken dürfte.

Hungerkrise oder Hungersnot?

Eine Hungerkrise wird zur Hungersnot, wenn Nahrungsmangel lebensbedrohlich wird und ganze Bevölkerungsgruppen betroffen sind. Hungerkrise bedeutet: Viele Menschen haben nicht genug zu essen. Hungersnot ist die extremste Stufe: Menschen sterben an Hunger. Sie tritt ein, wenn große Teile der Bevölkerung akut unterernährt sind, kaum noch Zugang zu Nahrung oder sauberem Wasser haben.

 

Kind mit Hungerband um den Arm

CARE-Maßnahmen gegen Hunger und Hungersnot

 

Nothilfe CARE-Pakete

Direkt nach einer Katastrophe verteilt CARE sauberes Trinkwasser und Nothilfe-CARE-Pakete gefüllt mit Getreide, Hülsenfrüchten und Speiseöl an notdürftige Familien. Unterernährte Kinder versorgt CARE mit medizinischer Aufbaunahrung, damit sie schnell wieder zu Kräften kommen und ihr Körper wieder normale Nahrung verträgt. 

 

Sauberes Wasser 

Gleichzeitig repariert CARE Brunnen und Wasserquellen, denn sauberes Trinkwasser und Hygiene sind überlebenswichtig. Zudem führt CARE Schulungen zu wasserschonenden Anbaumethoden durch und hilft mit dürreresistentem Saatgut, Getreidebanken und effizienten Bewässerungssystemen. 

 

Gesundheitsversorgung

CARE verbessert die Gesundheitsversorgung durch mobile Ärzteteams, die auch den Ernährungsstatus der Kleinkinder überprüfen. Neben der Umsetzung von Projekten engagiert sich CARE auch auf politischer Ebene gegenüber Regierungen und der internationalen Gemeinschaft durch Anwärterschaft für mehr Investitionen zum Thema Hunger und Mangelernährung.

Frauen und Mädchen häufiger von Hunger betroffen

Frauen mit Kamelen auf dem Weg zu den Lagern für Binnenvertriebene.

Eine CARE-Studie zeigt, dass derzeit weltweit 150 Millionen mehr Frauen als Männer hungern. Waren es im Jahr 2018 noch 18 Millionen mehr Frauen als Männer, stieg die Zahl bis 2021 bereits auf 150 Millionen an. Damit ist die geschlechterspezifische Ungleichheit in Bezug auf Hunger in nur drei Jahren um das 8,4-fache gestiegen. Und bedingt durch den Klimawandel, Pandemien und Kriege wie jenen in der Ukraine wird sie stetig weiterwachsen.

Frauen spielen auf allen Ebenen der Nahrungsmittelproduktion eine wichtige Rolle, aber sie sind die ersten, die verzichten: In Somalia berichten Männer, kleinere Mahlzeiten zu essen, aber Frauen lassen ganze Mahlzeiten weg. Im Libanon ist es oft ähnlich: Auch hier essen Frauen öfter als Männer kleinere Portionen. Die Rechte von Frauen und Mädchen zu stärken, ist der Schlüssel im Kampf gegen den Hunger und zu einem elementaren Teil unserer weltweiten Projekte geworden.

Frauen und Mädchen helfen

733 Mio.
So viele Menschen leiden an Hunger.
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Fragen & Antworten zu Hungersnot

Hunger ohne Hungersnot – geht das?

Ja. Auch wenn wir im Alltag von einer Hungersnot sprechen, sobald Menschen zu wenig zu essen haben – technisch korrekt dürfen wir den Begriff „Hungersnot“ erst verwenden, wenn bestimmte messbare Kriterien erfüllt sind. Auch wenn offiziell noch keine Hungersnot erklärt wurde, können Menschen hungern. Das ist zum Beispiel gerade im Jemen der Fall, wo 17 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sind.

Wann spricht man denn nun von einer Hungersnot?

Die Hungersnot ist die letzte und damit schwerste Stufe auf einer fünfstufigen Skala. Offiziell erklärt werden kann eine Hungersnot nur von den Vereinten Nationen oder der jeweiligen Landesregierung. Dazu müssen jedoch verschiedene Kriterien erfüllt sein, damit niemand die Erklärung einer Hungersnot für politische Zwecke nutzen kann und die Situation in verschiedenen Ländern international vergleichbar ist.

Folgende Kriterien beschreiben eine Hungersnot:

  • Die Unterernährungsrate bei Kindern liegt höher als 30 Prozent.
  • Jeden Tag sterben mehr als zwei von 10.000 Menschen.
  • Mindestens jedem fünften Haushalt fehlen nahezu alle Lebensmittel.

Handeln müssen die Helfer:innen aber schon vorher: Denn auch bei der dritten und vierten Stufe („Krise“ und „Notfall“) leiden die Betroffenen Hunger und benötigen dringend Hilfe. In der Vergangenheit, etwa während der großen Dürre in Somalia 2011, starben die meisten Menschen bereits vor der offiziellen Ausrufung einer Hungersnot.

Wann wurde zuletzt eine Hungersnot erklärt?

Seit der Eskalation des Bürgerkriegs im April 2023 befindet sich der Sudan in einer humanitären Katastrophe. Millionen Menschen wurden vertrieben, Ackerland und Infrastruktur zerstört. Besonders betroffen ist das Zamzam-Camp in Nord-Darfur, wo etwa 500.000 Menschen Zuflucht gefunden haben. Durch den Konflikt sind Versorgungswege abgeschnitten und Nahrungsmittel kaum noch verfügbar. Im Januar 2024 wurde für das Camp offiziell eine Hungersnot festgestellt – die erste seit sieben Jahren.

CARE unterstützt betroffene Gemeinden im Sudan mit Lebensmittelpaketen, Bargeldhilfen und Zugang zu sauberem Wasser. In Nord-Darfur arbeiten wir mit lokalen Partnern zusammen, um Mangelernährung bei Kindern und Schwangeren zu behandeln. Mobile Gesundheitsteams versorgen Menschen in abgelegenen Gebieten mit medizinischer Hilfe.

Verbreitung von Hunger

Laut dem Welternährungsbericht der Vereinten Nationen leiden aktuell schätzungsweise bis zu 733 Millionen Menschen an Hunger. Geographisch gesehen ist Afrika am meisten betroffen: 19 Prozent der Bevölkerung sind unterernährt. Die Situation in vielen Regionen des Kontinents hat sich in den letzten Jahren stark verschlimmert. Länder wie Somalia, SüdsudanMalawi, Sambia, Mosambik und Äthiopien tauchen in diesen traurigen Statistiken noch immer auf. Auch Südasien und Südostasien sind stark von chronischem und akutem Hunger und Unterernährung betroffen, besonders in Ländern wie Laos und Kambodscha. Zumeist sind die Ärmsten der Armen von Hunger und Formen von Fehlernährung betroffen. 

Meldungen über akuten Hunger und/oder bevorstehende Hungersnöte kommen jedoch auch aus Krisengebieten wie dem Jemen oder Syrien. Nach der Flutkatastrophe in Mosambik, Malawi und Simbabwe benötigen noch immer tausende Menschen dringend Nahrungsmittelhilfe. Die Kriege und die Coronavirus-Pandemie beeinflussen die globalen Ernährungssysteme – von der Produktion, der Verteilung bis hin zum Konsum von Nahrung. Bereits jetzt sind negative Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und dann noch des Ukraine-Krieges festzustellen. 

45 Mio.
Kinder unter 5 Jahren weltweit leiden an akuter Unterernährung.
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Maßnahmenbeispiele gegen Hunger in CARE-Projektländern

Eine lächelnde Frau hält ein Kind auf dem Arm

 

Ohne Nahrung keine Entwicklung

Bekommen Kinder nicht genug zu essen, bleiben Gesundheit, Bildung und späteres Einkommen aus. Im Südsudan bekämpft CARE Unterernährung und Hunger bei Kindern.

CARE-Hilfe in Südsudan

Eine Bäuerin in Peru hält eine Schüssel mit Erdbeeren in den Händen.

 

Nachhaltige Landwirtschaft

CARE hilft Bäuerinnen und Bauern, sich von Hunger und Armut zu befreien. In Peru unterstützen Helfer:innen Familien beim Anlegen von Gemüsegärten, Fischteichen und bei der Kleinviehzucht.

CARE-Hilfe in Peru

Jemenitische Frauen tragen Wasser.

 

Wettlauf gegen die Zeit im Jemen

Seit sieben Jahren leiden weite Teile der Bevölkerung des Jemens aufgrund des Krieges Hunger. 82 Prozent der Bevölkerung sind inzwischen auf humanitäre Hilfe angewiesen.

CARE-Hilfe im Jemen

Wie kann ich Hunger bekämpfen?

Ein CARE-Paket mit Lebensmitteln

Spenden gegen Hunger

733 Millionen Menschen litten letztes Jahr an Hunger. Der Anteil unterernährter Kinder unter 5 Jahren beträgt dabei 149 Millionen und insbesondere sie benötigen dringend Hilfe. Die Entwicklung in Ostafrika und im Mittleren Osten ist derzeit mehr als kritisch. Viele Menschen in diesen Regionen sind in Gefahr, an Nahrungsmangel zu leiden oder eine Schwächung ihres Immunsystems zu erfahren, die sogar tödlich sein kann.

Mit Ihrer Spenden gegen Hunger investieren Sie in Projekte im Bereich Ernährung und Nahrungsmittelsicherheit und helfen damit, Hungersnöte zu verhindern und Menschenleben zu retten.

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Mehrere Kleinbäuerinnen und Kleinbauern stehen vor ihrer Gemüseernte

Nahrungsmittelverschwendung vermeiden

Laut der Welternährungsorganisation wird ein Drittel der produzierten Lebensmittel weltweit weggeworfen. Das ist katastrophal – besonders angesichts der Tatsache, dass so viele Menschen auf der Welt hungern. Wir können alle etwas tun, um weniger Lebensmittel zu verschwenden, zum Beispiel gezielter und in kleineren Mengen einkaufen. 

In den Ländern des Globalen Südens liegt das Problem eher darin, dass Nahrungsmittel wegen schlechter oder mangelnder Lagermöglichkeiten verfaulen und weggeschmissen werden müssen.