Große Not im Sudan

Im Sudan sind fast 18 Millionen Menschen von kritischer Ernährungsunsicherheit betroffen. Davon befinden sich bereits fünf Millionen bereits in einer Hungernotlage. 730.000 Kinder sind von schwerer Unterernährung bedroht. Besonders das Leben von Frauen und Mädchen ist von Ungleichheit gegenüber Männern geprägt und die Auswirkungen von Armut sowie humanitären Krisen spüren sie oft am stärksten.

Die seit einem Jahr anhaltenden Kämpfe im Sudan haben zu tausenden Toten und Verletzten geführt. Neun Millionen Menschen sind innerhalb des Landes zu Vertriebenen geworden, weitere zwei Millionen haben sich auf die Flucht in Nachbarländer wie dem Tschad oder dem Südsudan begeben, jedoch drohen auch hier die Aufnahmegemeinden an ihre Kapazitätsgrenzen zu stoßen. Mehr Unterstützung ist dringend notwendig!

CARE arbeitet trotz der Kämpfe weiterhin in fünf sudanesischen Bundesstaaten. 80 Prozent aller CARE-Maßnahmen laufen weiter, darunter Ernährungsprogramme für Kinder sowie die Unterstützung Schwangerer und stillender Mütter in über 40 Gesundheitszentren. Im vergangenen Jahr konnten wir so über 1,2 Millionen Menschen mit humanitärer Unterstützung erreichen.

Bitte helfen Sie mit und spenden Sie für die Menschen, die im Sudan in Not geraten sind!

Die CARE-Hilfe im Sudan auf einen Blick

Ein Mann im Flüchtlingscamp trägt zwei Wasserkanister

Wasser, sanitäre Anlagen und Hygiene

Um die Not von Binnenvertriebenen, Geflüchteten und Aufnahmegemeinden zu mindern, ermöglicht CARE den Zugang zu WASH-Diensten wie sauberem Trinkwasser, sanitären Anlagen und Hygieneartikeln und stellt durch Schulungen der Bevölkerung den langfristigen Betrieb und die Wartung der Anlagen sicher. Außerdem werden Schulungen über Hygiene, Gesundheit, Ernährung und Wasser für Mitglieder der Gemeinden angeboten.

Ein Baby mit Hungerband um den Oberarm: Das Band ist im gelben Bereich

Mutter-Kind-Gesundheit

CARE unterstützt Gesundheitszentren und stellt grundlegende Gesundheitsversorgung bereit. Außerdem unterstützt CARE Mütter dabei, so genannte Mother Support Groups zu gründen und arbeitet an verbesserter Mutter-Kind-Gesundheit. Zudem werden mobile Kliniken eingerichtet, Impf- und Gesundheitskampagnen durchgeführt und kommunale Gesundheitshelfer:innen und Hebammen für eine sichere Geburt geschult. 
Leider werden durch den anhaltenden Konflikt mehr und mehr Gesundsheitseinrichtungen beeinträchtigt, was den Zugang zu medizinischer Hilfe für Tausende erschwert.

Eine Familie sitzt vor einem von CARE betreuten Ernährungszentrum

Ernährung sicherstellen

CARE unterstützt Geflüchtete und Gastgemeinden mit lebensrettender Nahrungsmittel- und Bargeldhilfen. Mit ihrer Spende für den Sudan rehabilitiert und unterstützt CARE Ernährungszentren und leistet dringend benötigte Hilfe für unterernährte Kinder, schwangere und stillende Frauen. Zudem erhalten männliche Geflüchtete und Einheimische Schulungen in vornehmlich "weiblichen Aufgaben", wie der Fütterung von Kleinkindern zur Entlastung der Frauen.
Durch den stetigen Zustrom an Geflüchteten, im Augenblick vor allem aus Al Faschir (Nord-Darfur) nach Ost-Darfur, wird die Versorungslage immer angespannter.