Gewalt, Flucht und Hunger

In Äthiopien sind Millionen von Menschen aufgrund des gewaltsamen Konfliktes in der Tigray-Region gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Wiederkehrende Dürren und Überschwemmungen führen zu weit verbreiteter Ernährungsunsicherheit und Unterernährung sowie zu Krankheitsausbrüchen aufgrund schlechter Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung in den vertriebenen Gemeinden. Insgesamt sind im Norden des Landes über 13 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Der anhaltende Konflikt in den Grenzgebieten führt zu großen Herausforderungen bei der Aufrechterhaltung der humanitären Hilfe. Die Auswirkungen des Konflikts in Nordäthiopien werden zudem durch laufende oder sich anbahnende Krisen aufgrund von Naturkatastrophen verstärkt.

Die durch den Klimawandel zunehmend starken saisonalen Regenfälle haben katastrophale Auswirkungen auf die Ernten. Und wie auch andere Länder in der Region hat Äthiopien zusätzlich mit einer verheerenden Heuschreckenplage zu kämpfen, die zu noch höheren Ernteverlusten führt. Die Auswirkungen der Coronapandemie verschärfen die Situation zusätzlich.

CARE hat bisher über 2,8 Millionen Menschen in Äthiopien mit Nahrungsmittelhilfe, Wasser, Sanitär- und Hygienepaketen, Gesundheitsdiensten sowie Notunterkünften erreicht.

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Die CARE-Hilfe in Äthiopien auf einen Blick

Mädchen trinkt aus dem Wasserhahn, lächelt in die Kamera

Wasser und Corona-Hilfe für Vertriebene und Rückkehrer:innen

Um eine nachhaltige Lösung für die Wasserknappheit von Binnenvertriebenen und Gastgemeinden zu finden sowie eine Verbreitung des Coronavirus zu verhindern, klärt CARE über COVID-19 auf und stellt Hygiene-Pakete mit Seife und Reinigungsmitteln für Mitarbeitende des Gesundheitswesens, gefährdete Bevölkerungsgruppen wie Ältere, Schwangere und Personen mit grundlegenden Gesundheitsproblemen bereit. Zur Versorgung der Familien mit ausreichend und sauberem Wasser errichtet, saniert und modernisiert CARE Brunnen und Wassersysteme.

Eine Frau steht mit einer Sichel in der Hand auf einem Feld

Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung

Im Grenzgebiet zwischen Äthiopien, Somalia und Kenia unterstützt CARE die gerechte und nachhaltige gemeinsame Nutzung natürlicher Ressourcen, den Schutz von Weideflächen sowie die Stärkung der Widerstandsfähigkeit und die wirtschaftliche Entwicklung der Bevölkerung. CARE installiert Regenwassersammelanlagen und errichtet und saniert neun Wasserstellen im gesamten Grenzgebiet. Ziel ist, dass weniger Menschen innerhalb der Grenzregion vertrieben werden oder sie aufgrund von Hunger und Armut verlassen müssen.

13 Mio.
Menschen in Äthiopien brauchen dringend humanitäre Hilfe.
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