Eine Mutter mit ihren Kindern steht vor einem Zelt in Somalia

CARE-HILFE IN SOMALIA

Somalia: Helfen Sie jetzt

In Somalia herrscht zurzeit eine extreme Dürre. Regenfälle bleiben aus, Brunnen versiegen – die Not wird immer größer. Rund 3,4 Millionen Menschen könnten bis Ende 2021 betroffen sein, etwa 380.000 von ihnen droht die Dürre aus ihrer Heimat zu vertreiben.  

„Die Menschen in den Dörfern haben kein Wasser mehr. Eltern erzählen uns, dass sie einen Tag lang nichts getrunken haben, um ihren Kindern den letzten Rest Wasser zu überlassen“, beklagt Iman Abdullahi, CARE-Länderdirektor in Somalia. 

Doch die Dürre ist nicht die einzige Krise im Land: Somalia ist eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Seit Anfang der 1990er Jahre herrschen politische Unruhe und Gewalt, die viele Menschen zur Flucht zwingen. Und immer wieder trifft der Klimawandel die vorrangig landwirtschaftlich geprägte Bevölkerung: Beim Ausbruch der aktuelle Dürre hatten sich Familien noch nicht von Überschwemmungen und einer Heuschreckenplage erholt, die viele Ernten zerstört haben. Das Coronavirus verschärft die Situation zusätzlich.  

CARE hilft angesichts der Not mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Bargeld. Familien erhalten Ernährungsberatungen für Kleinkinder und Grundschulen werden mit Unterrichtsmaterialien und Nahrungsmitteln unterstützt. Außerdem hilft CARE Betroffenen von geschlechtsspezifischer Gewalt mit Beratungsangeboten.

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Die CARE-Hilfe auf einen Blick

Ein Leher unterrichtet Männer in einer Schule.

Wasser zum Überleben

Viele Brunnen in Somaliland wurden von internationalen Helfern gebaut. CARE schult die lokale Bevölkerung in neu gegründeten Wasserkomitees sowie Behördenvertreter in den Technologien und setzt gemeinsam mit ihnen kaputte Wassersysteme wieder instand. So stellt CARE sicher, dass die dörflichen Wasserbeauftragten die Systeme auch in Zukunft pflegen und warten können und sorgt dafür, dass ihr Einsatz in den Gemeinden entlohnt wird.

 

Eine lachende Frau steht mit ihrer Familie vor einem Zelt.

Bessere Ernten und Einkommen

Besonders arme und gefährdete Familien unterstützt CARE dabei, sich zusätzlich zum kargen Ackerbau ein Einkommen aufzubauen. Durch das Herstellen von Nahrungsmitteln für den Verkauf, durch Bienenzucht oder Fischerei. CARE bildet Frauen in den gewählten Handwerken aus und gibt Starthilfe. Kleinspargruppen und Alphabetisierungskurse geben ihnen zusätzlich soziale und finanzielle Sicherheit sowie einen Zugang zu Kleinkrediten und Versicherungen.

Ein Mann arbeitet mit einer Schüppe an einem Wasserloch.

Hygiene und Gesundheit, wo Wasser knapp ist

Um langfristig die Gesundheit vor Ort zu sichern und Cholera keine Chance mehr zu geben, verbessert CARE die Sanitärversorgung und baut mit der Bevölkerung Latrinen. CARE gründet Hygiene- und Gesundheitskomitees und zeigt den Gemeinden, wie gefährlich die Vermischung von Trinkwasser mit Fäkalien ist und wie sehr das Nutzen von Latrinen dagegen hilft. Gleichzeitig baut CARE in den Dörfern Regenwasserspeicher. 1.000 Liter pro Dorf können so sicher gelagert werden.

Layla mit einem ihrer Kinder.

Laylas Kampf gegen Cholera

Layla und ihre Kinder mussten jeden Tag eineinhalb Stunden zum nächsten Brunnen laufen, um Wasser zu holen. Doch das Wasser war verunreinigt. "Drei meiner Kinder starben an Cholera. Jetzt versuche ich, meine anderen Kinder zu retten. Aber ich habe nichts mehr, was ich ihnen geben könnte. Ich bin so traurig", erzählt Layla. Jetzt lebt sie mit ihrer Familie in einem Camp in Bosaso im Norden Somalias, wo sie von CARE mit sauberem Trinkwasser versorgt werden.


Mustafa rettet sein Dorf

Mit Ausbildung Hunger und Dürren vorbeugen

1.300 Menschen wohnen in Suuqsade. Das kleine Dorf im Norden Somalilands ist umringt von Wüste. Steine, wohin das Auge blickt. „Vier Jahre Dürre haben hier alles vertrocknen lassen“, erklärt uns Mustafa. „Früher waren dort drüben Weiden mit großen Viehherden. Doch wo kein Wasser ist, kann kein Leben blühen. Das möchte ich für mein Dorf ändern.“

Sechs Monate hat Mustafa investiert, um die CARE-Ausbildung zum Wassertechniker zu absolvieren. Nun bewegt er für Suuqsade Großes: „Wir haben mit CARE ein Bohrloch installiert und einen Erdwassertank. Er macht uns vom Regen unabhängiger. Ein Wasserkomitee im Dorf hilft mir bei der Instandhaltung aller Zapfstellen. Unsere Frauen schult CARE seit zwei Jahren im Lesen, Schreiben, Rechnen und in verschiedenen Handwerken.

Sie sparen als Gruppe und geben sich kleine Kredite zur Umsetzung neuer Geschäftsideen. Erstmals haben wir wieder sauberes Wasser, die Frauen etwas Einkommen und unsere Familien wieder mehr als eine Mahlzeit am Tag. Schritt für Schritt arbeiten wir uns gemeinsam mit CARE aus der Krise. Das macht Mut.“

Werden Sie Wasserspender: Mit 102 Euro spenden Sie 16 Meter Wasserleitung für Somalia.

Mustafa hat sich von CARE zum Wassertechniker ausbilden lassen.

Blogbeiträge aus Somalia

Frau mit Kind auf dem Schoß

Auf unserem Blog sind Sie noch näher dran! Sie finden dort persönliche Beiträge unserer CARE-Mitarbeiter. Sie berichten von ihren Reisen, informieren über aktuelle Ereignisse und diskutieren über das, was uns bewegt.

Warum bedeutet Regen für die Menschen in Somalia sowohl Hoffnung als auch Angst? Das erklärt Karl-Otto Zentel, der kürzlich das Krankenhaus in Burao und ein Flüchtlingscamp für Binnenvertriebene in der Nähe von Ainaba besucht hat.

Blog aus Somalia: Regen macht Hoffnung und Angst 

Blog aus Somalia: Das Wenige teilenWeitere Beiträge aus Somalia


So können Sie helfen

80 Euro

Alphabetisierung von 6 Frauen

120 Euro

Werkzeugkoffer für 1 Wassertechniker (anteilig)

200 Euro

1 Jahr Schulgeld für 1 Kind



Aus Unkraut wird Futtermittel


Fotogalerie: Dürre in Somalia

Eine Mutter steht mit ihren Kindern vor einem Zelt in Somalia

Dürre

„Früher gab es immer irgendwo Wasser und Nahrung, aber jetzt ist das ganze Land betroffen“, sagt Nura Abdi Nuur, Mutter von sieben Kindern. (Foto: CARE/Anders Nordstoga)

Mehrere Ziegen trinken aus dem Brunnen

Brunnen

Dieser Brunnen wurde von ausgewanderten Somaliern in den USA finanziert und von CARE gebaut und gewartet. (Foto: CARE/Anders Nordstoga)

Eine Familie holt gemeinsam Wasser

Versorgung

Der Brunnen versorgt etwa 5.000 Menschen und ihr Vieh mit Wasser. Zusätzlich werden hier täglich etwa 20-25 Tanklaster mit Wasser befüllt. (Foto: CARE/Anders Nordstoga)

Ein Vater und seine Töchter stehen vor einem Brunnen

Fußweg

Mahdi Hirsi Maah und seine Töchter Hodan und Kawsar müssen bis zu sieben Stunden zum Brunnen hin- und zurücklaufen. (Foto: CARE/Anders Nordstoga)

Mitarbeiter von CARE sprechen mit Somaliern

CARE-Mitarbeiter

CARE-Mitarbeiter sprechen mit einer Frau, die wegen der Dürre ihre Heimat verlassen musste. (Foto: CARE/Anders Nordstega)


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