„Ich habe mich längere Zeit unwohl gefühlt und hätte dringend ärztliche Hilfe gebraucht. Doch wegen der unsicheren Lage traute ich mich nicht, die weite Strecke zur nächsten Klinik auf mich zu nehmen. Außerdem fehlte mir das Geld für die Anreise. Als das mobile Gesundheitszentrum von CARE in mein Dorf kam, war das eine große Erleichterung. Ich wurde kostenlos untersucht, erhielt Laborergebnisse und bekam Medikamente gegen eine akute Harnwegsinfektion“, erzählt Amna, eine Vertriebene aus der Nähe von Kass Kabir in Süd-Darfur.


Mit Unterstützung der Europäischen Union ermöglicht CARE Sudan eine grundlegende medizinische Versorgung für Vertriebene, Geflüchtete und die lokale Bevölkerung in Ost- und Süd-Darfur. Zwischen September 2023 und Februar 2025 wurden über 174.000 Behandlungen in sieben Gesundheitseinrichtungen durchgeführt.
„Das Gesundheitswesen in Darfur steht durch die anhaltenden Kämpfe unter enormem Druck. Viele Kliniken sind geschlossen. Wir haben deshalb 40 Hebammen qualifiziert, damit sie Schwangere rund um Geburt und Wochenbett fachgerecht betreuen können. So konnten wir über 3.400 Entbindungen sicher begleiten“, erklärt Projektkoordinator Ahmed Eljuzuly.


Auch Fatima, eine werdende Mutter aus Nyala, berichtet von ihren Erfahrungen: „Heute war mein letzter Vorsorgetermin vor der Geburt. In den vergangenen Monaten konnte ich regelmäßig in die Entbindungsklinik im Shaikh-Musa-Krankenhaus kommen. Dort wurde ich untersucht und erhielt Vitamine zur Vorbereitung auf die Geburt. Dass diese Angebote für mich kostenfrei zugänglich sind, ist in dieser schwierigen Zeit nicht selbstverständlich. In meiner Gegend funktionieren viele Einrichtungen nicht mehr.“
Um die hygienischen Bedingungen in den Kliniken zu verbessern, hat CARE Wassertanks mit Solarpumpen installiert – drei erhöhte Metalltanks mit je 27 m³ Volumen sowie zwei zementierte Tanks mit je 12 m³. Sie versorgen unter anderem das Gesundheitszentrum in Deraige, das Shaikh-Musa-Krankenhaus sowie ein Ernährungszentrum am Lehrkrankenhaus in Nyala mit sauberem Wasser.
Darüber hinaus wurden drei Krankenhäuser und fünf Gesundheitsstationen instand gesetzt. Dabei standen sichere Lagerung von Medikamenten, der Umgang mit medizinischen Abfällen sowie bessere Wasser- und Sanitärversorgung im Fokus.


„Diese Hilfe geht über die reine Versorgung mit Medikamenten oder Nahrung hinaus. Sie gibt Familien, die unter schwierigsten Bedingungen leben, eine neue Perspektive. Die EU-Förderung hat es uns ermöglicht, lebenswichtige Gesundheits- und Ernährungsdienste bereitzustellen und Leben zu retten“, so Hussein Araban, stellvertretender Länderdirektor von CARE Sudan.
Unterstützen auch Sie die CARE-Hilfe mit Ihrer Spende und sorgen Sie dafür, dass Menschen in Not medizinisch versorgt werden, Zugang zu sauberem Wasser erhalten und Schwangere sicher entbinden können.















































