Nahaufnahme einer älteren Frau in Guatemala

Vergessene Krisen

Viele Menschen, die von humanitären Krisen betroffen sind, leiden im Stillen, abseits der öffentlichen Wahrnehmung. Schauen Sie nicht weg und erfahren Sie mit uns mehr über diese vergessenen Krisen.

Viele Menschen, die von humanitären Krisen betroffen sind, leiden im Stillen, abseits der öffentlichen Wahrnehmung. Schauen Sie nicht weg und erfahren Sie mit uns mehr über diese vergessenen Krisen.

Suffering in Silence

Wenn es keinen Hashtag dazu gibt, ist es dann wirklich passiert? Im Zeitalter der sozialen Medien und der 24-stündigen Verfügbarkeit von Nachrichten ist diese Frage für viele zum Mantra geworden. Das, was wir über den Bildschirm, das Internet oder das Radio konsumieren, wird zu unserer Realität. Dinge, von denen wir nichts hören, existieren für uns nicht. Das gilt leider auch für menschliches Leid auf der ganzen Welt.

Übersicht der 10 vergessenen Krisen des Suffering in Silence-Berichtes 2021


UN-Generalsekretär António Guterres sprach im Sommer 2021, angesichts der Zunahme schwerer und lang andauernder humanitärer Notlagen, von einem „Orkan humanitärer Krisen“: Der Bezug auf das Wetter ist auch in einem anderen Sinn stimmig. Nicht nur die COVID-19-Pandemie setzt denjenigen Gesellschaften, die schon zuvor geschwächt waren, besonders zu und gefährdet jahrzehntelange Fortschritte. Auch der Klimawandel triggert Armut, Migration, Ernährungsunsicherheit, Hunger – und nicht zuletzt den Kampf um die Verteilung von knapper werdenden Ressourcen wie Wasser, Land und Holz.

Vor diesem globalen Hintergrund beleuchtet die sechste Ausgabe von „Suffering in Silence“ jene humanitären Krisen, über die weltweit am wenigsten berichtet wird. Der Bericht ist ein Aufruf an die globale Gemeinschaft, Menschen, die kaum Aufmerksamkeit erhalten, zu helfen, für sie einzustehen und ihren Stimmen Gehör zu verleihen: #BreakTheSilence

Video: Zehn vergessene Krisen in 2021

Vergessene Krisen im Fokus

Länderumriss Sambia

Sambia

In Sambia leben 60 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Langanhaltende Dürreperioden führten 2021 zu einer akuten Ernährungsunsicherheit für mehr als 1,2 Millionen Menschen. Hinzu kommen Überschwemmungen, Heuschreckenplagen und weitreichende Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern ist eines der Hauptprobleme des Landes. Armut und Ernährungsunsicherheit gehen vor allem zu Lasten von Frauen. Schlagzeilen hat die Not keine gemacht.

512
... Online-Artikel gab es letztes Jahr zur Krise in Sambia. Zur Fußball-EM waren es 515.158.
Länderumriss Ukraine

Ukraine

Bei all der medialen Aufmerksamkeit in diesem Jahr unvorstellbar: Letztes Jahr noch zählte der Konflikt in der Ukraine zu einer vergessenen Krise. Bereits acht Jahre dauerten die Kämpfe im Osten des Landes schon an. Die Auswirkungen auf das Leben von Millionen von Menschen in den betroffenen Regionen waren bereits erheblich. 2021 waren mehr als 3,4 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, davon über zwei Drittel Frauen und Kinder.

Länderumriss Guatemala

Guatemala

Obwohl rund 3,3 Millionen Menschen in Guatemala auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, hört und liest man über das Leid in dem zentralamerikanischen Land nur wenig. Guatemala gilt als eines der gefährlichsten Länder weltweit, insbesondere für Frauen, und oftmals wird der Zugang zu Hilfsleistungen mit Gewalt verhindert. Zwei Drittel der Menschen leben bereits unterhalb der Armutsgrenze. Hinzu kommt, dass Guatemala besonders anfällig für Naturkatastrophen ist – langanhaltende Dürren und sintflutartige Regenfälle sorgen immer häufiger für Ernteausfälle. Eine dramatische Situation, von der Weltöffentlichkeit vergessen.

Ein Mann in Sambia misst den Armumfang eines kleinen Mädchens

Vergessene Krisen in Bildern

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Die Ausgaben der Vorjahre

CARE und weitere Hilfsorganisationen arbeiten intensiv daran, Hilfe an schwierig zu erreichende Orte zu bringen. Um eine sinnvolle Veränderung zu bewirken, müssen alle Akteure zusammenarbeiten. Journalist:innen und Politiker:innen, deren Stimmen von der Öffentlichkeit gehört werden, haben eine soziale und moralische Verantwortung, Krisen zur Sprache zu bringen, die ansonsten unbeachtet bleiben. Einen Beitrag dazu leistet der jährliche CARE-Bericht „Suffering in Silence“.

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