
Der Klimawandel bedroht Millionen Menschen weltweit. Warum er uns alle betrifft – und wie wir gemeinsam handeln können.
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Was heißt Klimawandel genau? Was sind die Ursachen? Welche Rolle spielt der Mensch? Welche Folgen hat er? Was können wir gegen die Fortschreitung des Klimawandels und gegen seine Folgen tun? Was genau macht CARE? Und reicht es, einfach von einem Wandel zu sprechen oder befinden wir uns inmitten einer Klimakrise?
Der Begriff „Klimawandel“ beschreibt langfristige Veränderungen des Erdklimas, z. B. Temperatur, Niederschlag, Meeresströmungen und nicht kurzfristige Wetterphänomene.
Der Klimawandel ist kein neues Phänomen. Diese Veränderungen wurden in den letzten Jahrzehnten durch zahlreiche Studien und Beobachtungen weltweit nachgewiesen. Dabei sind die langfristigen Trends entscheidend, was bedeutet, dass es auch in einem langfristigen Erwärmungstrend immer wieder Ausreißer nach oben oder unten geben wird. Wichtig ist: Fällt ein Jahr kälter aus als erwartet, stellt dies nicht die Existenz des Klimawandels infrage.
Die derzeit beobachtete schnelle globale Erwärmung ist historisch ungewöhnlich, sie begann mit der industriellen Revolution und wird stark vom Menschen verursacht.

Was ist der Treibhauseffekt: Die Sonnenstrahlen, die auf die Erde treffen, werden von natürlichen Gasen und Wolken absorbiert und zu einem Teil auf den Planeten zurückgestrahlt. Sie halten ihn so warm. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt wäre die Erde zugefroren und unser Leben wäre so nicht möglich. Der Wert von CO2, eines der wichtigsten Treibhausgase, hat sich über Jahrhunderte stabil gehalten – und damit auch das Klima auf der Erde.
Heute ist der CO2-Wert um 45 Prozent höher als in den Jahrtausenden der Stabilität davor. Damit wurde die höchste CO2-Konzentration seit mindestens 15 Millionen Jahren gemessen. Durch die anhaltende Verbrennung fossiler Energien wie Braunkohle, Steinkohle und Erdöl seit der Industrialisierung im 18. und 19. Jahrhundert, gelangt die doppelte Menge CO2 in die Atmosphäre, als es ohne Eingreifen des Menschen der Fall wäre. Dies verstärkt den Treibhauseffekt und die Erdoberfläche erwärmt sich schneller und stärker.

Die Wissenschaft weltweit ist sich über die Hauptursachen des Klimawandels einig. Globale Klimaveränderungen gab es immer schon im Laufe der Erdgeschichte. Wir erleben jedoch massive, messbare Veränderungen seit der Industrialisierung. Vom Menschen verursachte Emissionen von CO₂, Methan und Entwaldung in großem Stil weltweit haben in den letzten Jahrzehnten in großem Maße Treibhausgase freigesetzt. Diese reichern sich in der Erdatmosphäre an und sorgen durch den Treibhauseffekt dazu, dass es immer wärmer wird.
Im weltweiten Durchschnitt ist die Temperatur bereits um mehr als ein Grad gestiegen, in der Arktis zum Beispiel sogar deutlich stärker. Heute ist der CO2-Wert um 45 Prozent höher als in den Jahrtausenden der Stabilität davor. Damit lässt sich jetzt die höchste CO2-Konzentration seit mindestens 15 Millionen Jahren messen. Die Konsequenz: Die Erdatmosphäre, die Gesamtheit an Gasen, die die Erde umhüllen, erwärmt sich immer weiter und damit auch die Erde und das hat fatale Folgen.

Anstieg der Oberflächentemperatur der Erde: Seit 1880 ist die globale Durchschnittstemperatur bereits um etwa 1,1 °C gestiegen. Das hat zur Folge, dass nicht nur das Land auf der Erde sich erwärmt, sondern auch die Meere.
Steigende Meeresspiegel und Verlust von Lebensräumen: Die Erwärmung der Meeresoberfläche führt zu erhöhter Verdunstung, mehr Treibhausgasfreisetzung und so zu einem verstärktem Treibhauseffekt
Extremwetter und Naturkatastrophen: häufigere und intensivere Dürren, Überschwemmungen, Hurrikans und unberechenbare Wetterzyklen.
Ernteausfälle, Hunger und Wasserknappheit: Lebensgrundlagen sind bedroht, z. B. Ernten, Wasser- und Nahrungsmittelversorgung.

Permafrostböden bedecken ein Viertel der gesamten nördlichen Hemisphäre und haben Unmengen an Treibhausgasen gespeichert. Wenn diese durch die weitere Erwärmung freigesetzt werden, erhitzt sich die Atmosphäre noch weiter und der Meeresspiegel steigt stärker. Es kommt zu einem nicht aufzuhaltenden Kreislauf und die Klimakrise, wie sie jetzt schon besteht, wird sich unaufhörlich verschlimmern.
Soziale Ungleichheit und besondere Betroffenheit von ärmeren Menschen und Frauen weltweit, sie haben oft die geringsten Mittel zur Anpassung und sind besonders verletzlich.
Studien des Weltklimarates (Intergovernmental Panel on Climate Change-IPCC) deuten auf eine Verschärfung und Beschleunigung des Klimawandels hin, hervorgesagte Szenarien sind bereits eingetreten.
Helfen Sie Menschen, die heute schon unter der Klimakrise leiden.

In vielen Weltregionen sind die Folgen der Klimakrise längst bittere Realität: Knapper werdende Wasserressourcen, eine schnellere Verkarstung der Böden, aber vor allem unkalkulierbare Wetterzyklen mit Dürren und Überschwemmungen erschweren Kleinbauern in Afrika, Mittel- & Südamerika und Asien den Kampf um das Überleben. Konflikte um Wasser, Land und Holz nehmen zu. Deshalb setzt CARE alles daran, noch vorhandene Ressourcen zu schützen.
Neben gezielter Aufforstung und der Einführung alternativer Anbaumethoden werden regenerative Technologien zur Energie- und Wassergewinnung dabei immer wichtiger. In vielen Projekten arbeitet CARE bereits erfolgreich mit Biogasanlagen, solar betriebenen Kochern, Pumpen und wiederbelebten traditionellen Bewässerungstechniken, wie dem Terrassenfeldbau, der Kanal-, Schmelzwasser- oder Tröpfchenbewässerung.

In vielen ärmeren Ländern setzt CARE Projekte um, die Menschen Unterstützung bieten, sich selbst gegen die Folgen des Klimawandels zu stärken und widerstandsfähiger zu machen. Unter anderem lehren wir Bauern im Umgang mit besonders dürreresistentem Saatgut. Insgesamt stehen vor allem Frauen und Mädchen im Fokus von CARE, da sie häufig besonders betroffen sind. Darüber hinaus engagiert sich CARE auch politisch und durch Bildungsarbeit zum Beispiel auch in Deutschland, damit hier die Emissionen schneller sinken und auch eine ausreichende Unterstützung für besonders arme Länder bereitgestellt wird.

Der Klimawandel hat bereits heute verheerende Auswirkungen auf die Menschen und verschärft bestehende Ungleichheiten. Diejenigen, die bereits aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt werden, sind überproportional betroffen. Auch wenn Naturkatastrophen nicht zwischen den Geschlechtern unterscheiden, gibt es deutliche Unterschiede dabei, wie Frauen und Männer die Auswirkungen des Klimawandels erfahren. Auf der Flucht vor klimabedingten Katastrophen besteht für Frauen ein erhöhtes Risiko, körperliche und sexualisierte Gewalt, Zwangsprostitution und Ausbeutung zu erleben.
Bei allen Klimaschutzmaßnahmen muss die Genderperspektive mitgedacht werden und alle Maßnahmen müssen zu Geschlechtergerechtigkeit beitragen. So führt CARE weltweit Projekte durch, um Frauen und Mädchen klimaresistenter zu machen.
Das Wort Klimawandel ist ein Begriff, der nur neutral beschreibt, dass sich das Klima weltweit ändert. Dennoch ist der Wandel, wie wir ihn mittlerweile wahrnehmen, nur durch menschlichen Einfluss erklärbar. Die drastischen Folgen dieses menschengemachten Klimawandels wirken sich auf Mensch und Natur gravierend aus und der Begriff verharmlost das Tempo der fortschreitenden extremen Einwirkungen auf das Leben auf der Erde. Deswegen sprechen wir bei CARE immer häufiger von einer „Klimakrise“ statt eines „Klimawandels“.
Extreme Wetterereignisse wie Stürme und Überschwemmungen nehmen durch den Klimawandel immer weiter zu. CARE leistet weltweit Nothilfe nach Naturkatastrophen, um betroffene Menschen schnell und wirksam zu unterstützen.
Erfahren Sie mehr über unsere Nothilfe-Einsätze nach Naturkatastrophen.

Wenn sich eine Naturkatastrophe ereignet, wie die gewaltigen Erdbeben in der Türkei und Syrien im Februar 2023, zählt jede Minute, um den Betroffenen schnelle Hilfe zu leisten. Regelmäßige Spenden machen es möglich, sofort dort zu helfen, wo Hilfe dringend gebraucht wird. Das macht sie unendlich wichtig für unsere weltweite humanitäre Arbeit.
Regelmäßige Spenden ermöglichen Planungssicherheit und sichern langfristige Hilfe für Menschen in Kriegs- und Krisengebieten. Dank ihnen können wir unsere Verwaltungskosten reduzieren, um noch mehr für Betroffene in Notsituationen zu leisten. Schon ab 5 Euro Spende im Monat finanzieren Sie nach elf Monaten beispielsweise ein neues Kinderbett in einer syrischen Klinik. Danke für Ihre Spende!

Quang Thi Kien ist präziser als jede Wetter-App: Sie sagt nicht nur Unwetter und Hitzewellen vorher, sondern empfiehlt Bauern auch Saatgut und Pflanzenschutzmittel. Kiens Ziel ist es, ihre Gemeinde besser auf extreme Wetterverhältnisse vorzubereiten. Denn sie weiß, wie es ist, Hunger zu leiden. Die Vietnamesin ist eine von zwölf „Klimaheldinnen“, die für die gleichnamige Ausstellung ausgewählt wurden. Von Fidschi bis Peru schaffen sie mit ihrem Einsatz positive Veränderungen und ermöglichen ihren Gemeinden die Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Immer wieder sorgt das Wetterphänomen El Niño rund um den Globus für extreme Wetterereignisse. Am Horn und im Süden Afrikas, auf den pazifischen Inseln sowie in weiten Teilen Südostasiens und Zentralamerikas führte es zuletzt zu extremer Dürre. Andernorts litten und leiden die Menschen unter Stürmen und Überschwemmungen. Die Trockenheit in Äthiopien und Somalia gilt als eine der schlimmsten seit drei Jahrzehnten. Die Ernte des Landes ist vollständig ausgefallen. In pazifischen Staaten wie Papua Neuguinea, Vanuato und Timor-Leste sind fast fünf Millionen Menschen von Hunger bedroht. CARE konzentriert sich in den betroffenen Ländern auf die Verteilung von Lebensmitteln, Wasser (WASH) und anderen Hilfsgütern.
