
Millionen Menschen weltweit, insbesondere Kleinkinder, sind dem Hunger schutzlos ausgeliefert. Maßnahmen von CARE dienen dazu, diesen nachhaltig zu bekämpfen und Hungersnöten vorzubeugen.
Millionen Menschen weltweit, insbesondere Kleinkinder, sind dem Hunger schutzlos ausgeliefert. Maßnahmen von CARE dienen dazu, diesen nachhaltig zu bekämpfen und Hungersnöten vorzubeugen.

Ein Mensch hungert, wenn seine Energiezufuhr für einen längeren Zeitraum unter dem Bedarf eines gesunden Menschen liegt – und so keine ausreichende Eiweiß-, Vitamin- und Mineralstoffzufuhr möglich ist. Hungern heißt also: Weniger zu essen zu haben, als täglich benötigt wird. Studien belegen, dass die gesamte Menschheit von den Erträgen des Planeten leben könnte und das kein Mensch mehr hungern müsste, die natürlichen Ressourcen und auch das Wissen dafür sind vorhanden.
Faktoren wie Bildung, nachhaltige Landwirtschaft, verbesserte Infrastruktur und Stärkung lokaler Wertschöpfung tragen zur Überwindung von Hunger bei.
Akuter Hunger bezeichnet einen zeitlich begrenzten Zustand der Unterernährung. Im Englischen wird dieser Zustand auch „acute malnutrition“ oder „wasting“ (auf Deutsch: „Auszehrung“) genannt, wobei dabei noch verschiedene Schweregrade unterschieden werden und ob Begleitsymptome wie Wasseransammlungen in Armen und Beinen auftreten. Häufig sind neben dem Mangel an Nahrung noch Infektionskrankheiten wie Diarrhö oder Cholera der Grund für den akuten Hunger. Die Menschen sehen sehr abgemagert aus – diese Bilder sieht man oft in den Medien im Zusammenhang mit Krisen wie in Syrien, im Jemen oder bei Dürrekatastrophen. Allerdings sind auch Menschen davon betroffen, die in stabileren Ländern wie zum Beispiel Laos leben.
Chronischer Hunger oder auch „chronische Unterernährung“ betrifft den größten Teil der Hungernden und beschreibt einen dauerhaften Zustand der Unterernährung aufgrund von längerer unzureichender Aufnahme von Nahrung und einseitiger Ernährung. Untergewicht ist auch eine Form der Unterernährung. Durch beispielsweise einen schlechten Gesundheits- und Ernährungszustand der Mutter während der Schwangerschaft kann es bereits zu einer Unterernährung des Fötus im Mutterleib kommen. Oft hat das Kind dann ein zu geringes Geburtsgewicht. Folgt eine schlechte Ernährung des Kindes in den ersten zwei Lebensjahren, kommt es zu Wachstumsverzögerungen: Die Kinder sehen im Vergleich zu gleichaltrigen, normal entwickelten Kindern kleiner und oft auch jünger aus. Auch die geistige Entwicklung kann darunter leiden.
Verborgener Hunger (auf Englisch: „hidden hunger“) bezeichnet einen Zustand, bei dem Menschen zwar ausreichend Kalorien zu sich nehmen, ihnen aber durch einseitige Ernährung oder einem erhöhten Nährstoffbedarf (z.B. während der Schwangerschaft) wichtige Vitamine und Mineralstoffe fehlen. Oft sieht man den Betroffenen einen Mikronährstoffmangel nicht an. Das ist bedenklich – manche Defizite führen zu einer größeren Infektionsanfälligkeit bis hin zum Tod. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass weltweit zwei Milliarden Menschen von verborgenem Hunger betroffen sind. Auch in Deutschland leiden viele Menschen darunter: Vor allem Frauen und Mädchen haben oft mit Eisenmangel zu kämpfen.
Die Ernährungssicherheit und der Ernährungszustand der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen haben sich in den letzten Jahren verschlechtert. Weltweit müssen mehr als 673 Millionen Menschen hungern. Im Sudan sind über 30 Millionen Menschen – rund zwei Drittel der Bevölkerung - von Hunger bedroht. Ebenso ist die Lage der Menschen in Gaza alarmierend. CARE verfolgt daher das Ziel, Millionen Menschen weltweit darin zu unterstützen, nachhaltigen Zugang zu einer sicheren Ernährung zu bekommen und die Landwirtschaft an die veränderten Gegebenheiten des Klimawandels anzupassen. Die Stärkung der lokalen Ressourcen und Kompetenzen in der Landwirtschaft spwie das Wissen um nährstoffreiche Ernährung sind dabei zwei der wichtigsten Faktoren.
Der Ukraine-Krieg und die daraus resultierende Krise der Lebensmittel-, Brennstoffe und Düngermärkte hat die bestehende Ernährungskrise verschärft, die zuvor schon durch weltweite Konflikte, die Klimakrise, wirtschaftlichem Druck und die Pandemie verursacht wurde. Die Ukraine gehört zu den wichtigsten Getreidelieferanten der Welt. Umso verheerender ist es, dass der Krieg wichtige Getreideexporte verhindert. Lieferungen von Millionen Tonnen Weizen fallen aus und viele afrikanische Länder können dadurch nicht mehr ausreichend Grundnahrungsmittel importieren.
Die Situation in der Ukraine führt außerdem zu einem raschen Anstieg der Lebensmittel- und Energiepreise und zu einer erheblichen Verschlechterung der Aussichten auf eine Erholung der Weltwirtschaft, was sich vor allem auf die schwachen Bevölkerungsgruppen in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen auswirken dürfte. Dadurch sind in vielen Ländern des Globalen Südens noch mehr Menschen akut von Hunger bedroht.

„Das Leben ist hart und wird immer härter. Wir leben von der Hand in den Mund und von Tag zu Tag“, sagt Asha Mohammed, Landwirtin aus Somalia. Ihr Leben und das ihrer Familie hängt von der Ernte ab. Die extremen Auswirkungen der Klimakrise haben in Somalia zur schlimmsten Dürre seit 40 Jahren geführt: Fast 6 Millionen Menschen sind dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Ausfälle in der Nahrungsmittelproduktion, steigende Lebensmittelpreise und fehlende Importe durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine führen dazu, dass viele Somalier:innen am Rande einer Hungersnot stehen.
CARE unterstützt die Menschen vor Ort mit Nahrungsmitteln, Wasser, Hygienesets, Bargeld, Cash-for-Work-Programmen sowie Schulungen für Kleinbäuerinnen und -bauern.
Somalia erhielt im Welthunger-Index (WHI) 2025 einen Wert von 42,6 und ist damit das am stärksten von Hunger betroffene Land der Welt (In Burundi und Jemen liegt der Hungerindex zwischen 35-49,9). In fünf weiteren Ländern – Demokratische Republik Kongo, Haiti, Madagaskar, Somalia, Südsudan – wurde die GHI-Werte (Global Hunger Index) und somit die Hungerlage ebenfalls als sehr alarmierend eingestuft.
Die Gründe für die anhaltenden Hungerzahlen sind vor allem Konflikte in den betroffenen Ländern. Gleichzeitig entwickelt sich der Klimawandel von episodischen Wetterextremen zu einer ständigen weltweiten Bedrohung. Beide Faktoren verstärken wirtschaftliche Unsicherheiten und Krisen.
Der Welthunger-Index misst und vergleicht jährlich die Ausprägung der vier Hungerindikatoren
weltweit, regional und in einzelnen Ländern und wird als gravierend, sehr ernst, ernst, mäßig oder niedrig eingestuft. Der Indexwert bewegt sich zwischen dem besten Wert 0 und dem schlechtesten Wert 100. Ein Wert von 100 bedeutet, dass in einem Land zu den vier Indikatoren in den vergangenen Jahrzehnten jeweils die höchsten Werte weltweit beobachtetet wurden. Ein Wert von 0 würde wiederum bedeuten, dass in einem Land keine unterernährten Menschen lebten, kein Kind unter fünf Jahren unter Auszehrung oder Wachstumsverzögerung litt und kein Kind vor seinem fünften Geburtstag gestorben ist. Je höher der Wert, desto größer der Hunger im jeweiligen Land (Quellen: Welthungerhilfe; Concern Worldwide).
Der diesjährige WHI zeigt, dass trotz Fortschritten in einzelnen Regionen und Ländern seit 2016 weltweit kaum Verbesserungen bei der Beseitigung von Hunger erreicht wurden. Der globale WHI-Wert für 2025 beträgt 18,3, was als mäßig eingestuft wird, aber nur knapp unter dem Wert von 19 im Jahr 2016 liegt (niedrigere Werte bedeuten weniger, höhere Werte bedeuten mehr Hunger). Die Verbreitung von Unterernährung – ein wichtiger WHI-Indikator – ist seit 2017 gestiegen und die Anzahl unterernährter Menschen ist 2024 auf etwa 673 Millionen leicht zurückgegangen.
Südasien und Afrika südlich der Sahara weisen erneut die höchsten Hungerraten auf, wo die Ernährungslage insgesamt als ernst klassifiziert ist. Hier gibt es die weltweit höchsten Raten von Unterernährung und Kindersterblichkeit. Dieser Trend hält seit zwei Jahrzehnten an, obwohl es zwischen 2000 und 2015 beträchtliche Fortschritte gab. Seitdem stagniert die Situation.
Dies ist das Ergebnis des Klimawandels, von Konflikten in der Ukraine, Somalia sowie im Sudan sowie wirtschaftlichen Ungleichheiten. So führte der Krieg in der Ukraine seit 2022 zu einem globalen Anstieg der Nahrungsmittelpreise und stellt nach wie vor eine Bedrohung für die Ernährungssicherheit dar. In Südasien ist die Ernährungslage ebenfalls besorgniserregend, wo insbesondere in Afghanistan, Indien und Pakistan die Menschen mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert sind. Auch dort haben wiederholte schwere Naturkatastrophen Fortschritte in der Entwicklung teilweise zunichte gemacht. Besonders junge Menschen, vor allem junge Frauen, leiden weltweit unter Armut und Ernährungsunsicherheit. Bei Kindern und Jugendlichen hat Mangelernährung schwerwiegende Auswirkungen, da sie ihre körperliche und geistige Entwicklung beeinträchtigt.
Eine Hungerkrise wird zur Hungersnot, wenn Nahrungsmangel lebensbedrohlich wird und ganze Bevölkerungsgruppen betroffen sind. Doch ab wann sprechen Expert:innen offiziell von einer Hungersnot? Erfahre mehr über die entscheidenden Kriterien.

Direkt nach einer Katastrophe verteilt CARE sauberes Trinkwasser und Nothilfe-CARE-Pakete gefüllt mit Getreide, Hülsenfrüchten und Speiseöl an notdürftige Familien. Unterernährte Kinder versorgt CARE mit medizinischer Aufbaunahrung, damit sie schnell wieder zu Kräften kommen und ihr Körper wieder normale Nahrung verträgt.
Gleichzeitig repariert CARE Brunnen und Wasserquellen, denn sauberes Trinkwasser und Hygiene sind überlebenswichtig. Zudem führt CARE Schulungen zu wasserschonenden Anbaumethoden durch und hilft mit dürreresistentem Saatgut, Getreidebanken und effizienten Bewässerungssystemen.
CARE verbessert die Gesundheitsversorgung durch mobile Ärzteteams, die auch den Ernährungsstatus der Kleinkinder überprüfen. Neben der Umsetzung von Projekten engagiert sich CARE auch auf politischer Ebene gegenüber Regierungen und der internationalen Gemeinschaft durch Anwärterschaft für mehr Investitionen zum Thema Hunger und Mangelernährung.

Eine CARE-Studie zeigt, dass derzeit weltweit 150 Millionen mehr Frauen als Männer hungern. Waren es im Jahr 2018 noch 18 Millionen mehr Frauen als Männer, stieg die Zahl bis 2021 bereits auf 150 Millionen an. Damit ist die geschlechterspezifische Ungleichheit in Bezug auf Hunger in nur drei Jahren um das 8,4-fache gestiegen. Und bedingt durch den Klimawandel, Pandemien und Kriege wie jenen in der Ukraine wird sie stetig weiterwachsen.
Obwohl Frauen auf allen Ebenen der Nahrungsmittelproduktion eine wichtige Rolle spielen, sind sie die ersten, die verzichten: In Somalia etwa geben Männer an, kleinere Mahlzeiten zu essen, während Frauen berichten, dass sie ganze Mahlzeiten auslassen. Im Libanon verhält es sich ähnlich: Mehr Frauen als Männer geben an, kleinere Portionen zu essen. Die Rechte von Frauen und Mädchen zu stärken, ist der Schlüssel im Kampf gegen den Hunger und zu einem elementaren Teil unserer weltweiten Projekte geworden.
Laut dem Welternährungsbericht der Vereinten Nationen leiden aktuell schätzungsweise bis zu 733 Millionen Menschen an Hunger. Geographisch gesehen ist Afrika am meisten betroffen: 19 Prozent der Bevölkerung sind unterernährt. Die Situation in vielen Regionen des Kontinents hat sich in den letzten Jahren stark verschlimmert. Länder wie Somalia, Südsudan, Malawi, Sambia, Mosambik und Äthiopien tauchen in diesen traurigen Statistiken noch immer auf. Auch Südasien und Südostasien sind stark von chronischem und akutem Hunger und Unterernährung betroffen, besonders in Ländern wie Laos und Kambodscha. Zumeist sind die Ärmsten der Armen von Hunger und Formen von Fehlernährung betroffen.
Meldungen über akuten Hunger und/oder bevorstehende Hungersnöte kommen jedoch auch aus Krisengebieten wie dem Jemen oder Syrien. Nach der Flutkatastrophe in Mosambik, Malawi und Simbabwe benötigen noch immer tausende Menschen dringend Nahrungsmittelhilfe. Die Kriege und die Coronavirus-Pandemie beeinflussen die globalen Ernährungssysteme – von der Produktion, der Verteilung bis hin zum Konsum von Nahrung. Bereits jetzt sind negative Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und dann noch des Ukraine-Krieges festzustellen.

Alle unterschiedlichen Arten von Hunger haben genauso viele unterschiedliche Ursachen. Sie alle sind vielfältig und komplex: Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Dürren sowie Heuschreckenplagen zerstören Ernten und damit die Existenzgrundlage von Kleinbäuerinnen und -bauern.
Armut führt dazu, dass Menschen hungern, weil sie sich nicht genügend Lebensmittel leisten können. Doch auch politische Konflikte und Kriege, wie aktuell in der Ukraine, können Ursachen für akuten Hunger und Unterernährung sein.

Hunger hat vielfältige Auswirkungen auf den Menschen, die sich ganz unterschiedlich zeigen können. Die wohl schwerwiegendste Folge jedoch ist: Hunger kann tödlich sein. Besonders in Kombination mit bestehenden Erkrankungen – vor allem bei Kindern und älteren Menschen – führt Hunger häufig zu lebensbedrohlichen Zuständen.
Darüber hinaus beeinträchtigt Hunger nicht nur die Überlebensfähigkeit, sondern kann auch langfristig die Lebensqualität erheblich mindern. Menschen, die an Hunger leiden, sind oft körperlich geschwächt, was ihre Fähigkeit einschränkt, alltägliche Aufgaben zu bewältigen oder ein aktives Leben zu führen.
Ja. Auch wenn wir im Alltag von einer Hungersnot sprechen, sobald Menschen zu wenig zu essen haben – technisch korrekt dürfen wir den Begriff „Hungersnot“ erst verwenden, wenn bestimmte messbare Kriterien erfüllt sind. Auch wenn offiziell noch keine Hungersnot erklärt wurde, können Menschen hungern. Das ist zum Beispiel gerade im Jemen der Fall, wo 17 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sind.
Die Hungersnot ist die letzte und damit schwerste Stufe auf einer fünfstufigen Skala. Offiziell erklärt werden kann eine Hungersnot nur von den Vereinten Nationen oder der jeweiligen Landesregierung. Dazu müssen jedoch verschiedene Kriterien erfüllt sein, damit niemand die Erklärung einer Hungersnot für politische Zwecke nutzen kann und die Situation in verschiedenen Ländern international vergleichbar ist.
Folgende Kriterien beschreiben eine Hungersnot:
Handeln müssen die Helfer:innen aber schon vorher: Denn auch bei der dritten und vierten Stufe („Krise“ und „Notfall“) leiden die Betroffenen Hunger und benötigen dringend Hilfe. In der Vergangenheit, etwa während der großen Dürre in Somalia 2011, starben die meisten Menschen bereits vor der offiziellen Ausrufung einer Hungersnot.
Seit der Eskalation des Bürgerkriegs im April 2023 befindet sich der Sudan in einer humanitären Katastrophe. Millionen Menschen wurden vertrieben, Ackerland und Infrastruktur zerstört. Besonders betroffen ist das Zamzam-Camp in Nord-Darfur, wo etwa 500.000 Menschen Zuflucht gefunden haben. Durch den Konflikt sind Versorgungswege abgeschnitten und Nahrungsmittel kaum noch verfügbar. Im Januar 2024 wurde für das Camp offiziell eine Hungersnot festgestellt – die erste seit sieben Jahren.
CARE unterstützt betroffene Gemeinden im Sudan mit Lebensmittelpaketen, Bargeldhilfen und Zugang zu sauberem Wasser. In Nord-Darfur arbeiten wir mit lokalen Partnern zusammen, um Mangelernährung bei Kindern und Schwangeren zu behandeln. Mobile Gesundheitsteams versorgen Menschen in abgelegenen Gebieten mit medizinischer Hilfe.
Bekommen Kinder nicht genug zu essen, bleiben Gesundheit, Bildung und späteres Einkommen aus. Im Südsudan bekämpft CARE Unterernährung und Hunger bei Kindern.
CARE hilft Bäuerinnen und Bauern, sich von Hunger und Armut zu befreien. In Peru unterstützen Helfer:innen Familien beim Anlegen von Gemüsegärten, Fischteichen und bei der Kleinviehzucht.
Seit sieben Jahren leiden weite Teile der Bevölkerung des Jemens aufgrund des Krieges Hunger. 82 Prozent der Bevölkerung sind inzwischen auf humanitäre Hilfe angewiesen.
CARE-Hilfe im Jemen

Für die Bekämpfung der derzeitigen weltweiten Ernährungskrise stehen weniger finanzielle Mittel zur Verfügung als noch bei der globalen Hungerkrise von 2008. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue CARE-Studie, die Hungerstatistiken und Finanzierungsmuster der letzten beiden großen Ernährungskrisen verglich. Obwohl die anhaltende Krise von 2022 sogar mehr Menschen in den Hunger getrieben hat, wird heute nicht mit der gleichen Dringlichkeit und Finanzierung reagiert wie noch vor 15 Jahren. Darüber hinaus stellt CARE im Ergebnisbericht fest, dass die internationale Staatengemeinschaft ab 2008 eine Gelegenheit zur Bewältigung künftiger Nahrungsmittelkrisen verpasst hat.

Solange das globale Nahrungssystem ungerecht bleibt, wird der Klimawandel noch stärker zum Hunger in der Welt beitragen. Während Frauen und Mädchen in Ländern des Globalen Südens fast die Hälfte aller Kleinbäuerinnen und -bauern ausmachen, besitzen nur 15 Prozent von ihnen Land. Ihr eingeschränkter Zugang zu Technologien, finanziellen Ressourcen und Land zeigt die ungerechte Verteilung und begrenzt zugleich die landwirtschaftliche Produktivität. In der CARE-Studie „Cultivating Equality“ erfahren Sie mehr über Ergebnisse des Berichts und Empfehlungen von CARE für ein gerechteres Nahrungssystem.

733 Millionen Menschen litten letztes Jahr an Hunger. Der Anteil unterernährter Kinder unter 5 Jahren beträgt dabei 149 Millionen und insbesondere sie benötigen dringend Hilfe. Die Entwicklung in Ostafrika und im Mittleren Osten ist derzeit mehr als kritisch. Viele Menschen in diesen Regionen sind in Gefahr, an Nahrungsmangel zu leiden oder eine Schwächung ihres Immunsystems zu erfahren, die sogar tödlich sein kann.
Mit Ihrer Spenden gegen Hunger investieren Sie in Projekte im Bereich Ernährung und Nahrungsmittelsicherheit und helfen damit, Hungersnöte zu verhindern und Menschenleben zu retten.

Laut der Welternährungsorganisation wird ein Drittel der produzierten Lebensmittel weltweit weggeschmissen. Das ist katastrophal – besonders angesichts der Tatsache, dass so viele Menschen auf der Welt hungern. Wir können alle etwas tun, um weniger Lebensmittel zu verschwenden, zum Beispiel gezielter und in kleineren Mengen einkaufen.
In den Ländern des Globalen Südens liegt das Problem eher darin, dass Nahrungsmittel wegen schlechter oder mangelnder Lagermöglichkeiten verfaulen und weggeschmissen werden müssen.
CARE Policy Paper, Knowing Better, Responding Worse: How Mistakes from 2008 Led to the Food Crisis of Today, 2023
WHI Welthunger-Index 2025 - Bericht 2025, Welthungerhilfe, Concern Worldwide, IFHV; 2025
Am stärksten von Hunger und Unterernährung betroffene Länder nach dem Welthunger-Index 2025, Statista 10/2025
Cultivating Equality, Delivering just and sustainable Food Systems in a changing climate, CARE, Foodtank, CGIAR, CCAFS, 2015
10 Handlungsempfehlungen für eine Welt ohne Hunger, BMZ Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, 2022
CARE Food Security and Gender Equality, 2022
