Ein Teilnehmer einer CARE-Straßenaktion für Syrien.

Dialog mit der Politik

Nicht nur vor Ort, bei Krisen und Katastrophen, leistet CARE Hilfe für Menschen in Not. Auch auf politischer Ebene setzen wir uns Tag für Tag im Rahmen unserer Advocacy-Arbeit (dt. „Anwaltschaftsarbeit“) für die Rechte von Frauen und Mädchen, ihre Beteiligung an der Lösung humanitärer Notlagen und gegen den Klimawandel ein.

Ausschnitt des CARE-Merkzettels fuer den Koalitionsvertrag.
Merkzettel für die Koalitionsverhandlungen

Deutschland hat gewählt. Nun ist es an den Parteien, einen Koalitionsvertrag für die kommenden vier Jahre zu schmieden. Damit die für uns besonders wichtigen Themen dabei nicht zu kurz kommen, haben wir einen praktischen Merkzettel für die verhandelnden Politiker:innen entworfen.

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Für unsere Projekte vor Ort sind Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene wichtig. Dies hat viele Dimensionen:

  • Mit guten Gesetzen kann das Leben von vielen Menschen verbessert werden. Statt nur einige wenige Gemeinden zu erreichen, profitiert von Gesetzen das ganze Land.
  • Wenn Hindernisse bestehen, zum Beispiel beim Zugang zu Nothilfebedürftigen Menschen, kann politischer Druck von wichtigen internationalen Akteuren wie der deutschen Bundesregierung positive Auswirkungen auf die Konfliktparteien und ihre Haltung zu Hilfslieferungen haben.
  • Und nicht zuletzt verschaffen wir mit unserer politischen Arbeit den betroffenen Menschen, die sonst wenig oder gar nicht gehört werden, Gehör in nationalen Foren wie dem Bundestag oder internationalen Gremien wie der UN oder EU.

CARE sieht sich als Verbindung und Brücke zwischen unseren Projekten vor Ort und deutschen Entscheidungsträger:innen: wir beraten Abgeordnete im Bundestag und den zuständigen Ministerien mit dem Fachwissen und den Erfahrungen, die wir aus unseren Projekten vor Ort gewinnen. Wir klären auf über die Situation vor Ort und sprechen politische Empfehlungen aus. Und manchmal kritisieren wir politische Entscheidungen, um Verbesserungen für die Menschen vor Ort und einen sicheren und verlässlichen Rahmen für unsere humanitäre Arbeit zu erreichen.

Dabei konzentriert sich CARE in Deutschland vor allem auf drei Bereiche:

Gendersensible humanitäre Hilfe

Sowohl Naturkatastrophen als auch vom Menschen ausgelöste Krisen treffen Frauen, Mädchen, Männer und Jungen unterschiedlich: Frauen und Mädchen sterben statistisch jünger in einer Katastrophe. Überleben sie das Unglück, stehen sie anderen Gefahren und Schwierigkeiten gegenüber als Männer und Jungen.

Eine Frau im Konfliktgebiet zu sein, bedeutet doppelte Hürden, Gefahren und Schmerzen zu erleiden. Zwar haben Frauen natürlich die gleichen Grundbedürfnisse wie Männer und Jungen und sind auf ein sicheres Dach über dem Kopf, Nahrung und Wasser, medizinische Grundversorgung und Bildung angewiesen.

Aber Frauen und Mädchen benötigen auch frauenspezifische Unterstützung und Schutz: bei der Monatshygiene, der Familienplanung, bei Schwangerschaft und Geburt sowie der Sicherheit auf den Straßen und zu Hause. Darüber hinaus aber auch bei der Wahrung ihrer Rechte, gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt und ihren Mitspracherechten.

Wer Frauen nicht gleich zu Beginn einer Krise einbezieht, der tut es meist auch später nicht mehr. Die Folgen sind gravierend: geschlechtsbedingte Ungleichheiten verschärfen sich, Diskriminierungen nehmen zu und Frauen werden – manchmal um Generationen – in ihrem Streben nach gleichen Rechten zurückgeworfen.

Wie nachlässig mit dem Bereich gendersensibler humanitärer Hilfe umgegangen wird, zeigt auch der Mangel an Daten: In der COVID-19-Pandemie hat nur ein Bruchteil der Regierungen auf der Welt Statistiken erhoben, wie sich die Situation speziell auf Frauen und Mädchen ausgewirkt hat - eine Lücke, die es schwer macht, Bedarfe festzustellen und gezielte Hilfe zu leisten.

Was für COVID gilt, stimmt auch für das Große und Ganze: viel zu wenig werden gezielt Zahlen in Krisen und Konflikten erhoben, die nach Geschlecht und Alter aufgeschlüsselt sind. Und auch, wieviel Geld in besonders auf die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen zugeschnittene Hilfen investiert wird, ist nicht transparent bekannt. So wird eine große Chance vertan, denn die Herangehensweise von humanitären Akteuren und Geberstaaten während einer humanitären Hilfsaktion kann bestehende Ungleichheiten verstärken, im Umkehrschluss aber auch abbauen.
Bei CARE ist die Integration von Geschlechtergerechtigkeit in jede Phase von Nothilfe zentraler Bestandteil unseres humanitären Mandats.

Von der Bundesregierung fordert CARE deshalb:

  • Eine Selbstverpflichtung zu einer konsequent gendersensiblen humanitären Hilfe. Ein deutsch-finanziertes Projekt, das die speziellen Bedürfnisse von Frauen und Mädchen nicht in den Blick nimmt, darf es in der Zukunft nicht mehr geben. Voraussetzung hierfür sind obligatorische gendersensible Bedarfsanalysen, ein ausdefinierter gendertransformativer Ansatz sowie die gezielte Förderung von Kapazitäten lokaler Frauenorganisationen und -netzwerke. 
  • Ambitionierte Finanzierungsziele für die Bereiche geschlechtsspezifische Gewalt sowie sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte. Deutschland muss dazu beitragen, dass die internationale Finanzierungslücke in diesen Bereichen geschlossen wird.
  • Gezielte Unterstützung bei der Teilhabe von Frauen und Mädchen auf allen Ebenen. Die Rolle von Frauen als Ersthelferinnen und Akteurinnen im humanitären Kontext muss gefördert werden. Aber dies muss auch mit politischer Teilhabe auf allen Ebenen ergänzt werden. Hierfür braucht es gezielte, transparente und nachhaltige finanzielle und politische Förderung. 

Beteiligung von Frauen und Mädchen

Frauen und Mädchen sind häufiger von Armut betroffen, haben weniger Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung und sind häufiger geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt. Entscheidungen werden dagegen meist von Männern getroffen. Die Stimmen von Frauen werden häufig nicht gehört, ihre Expertise nicht berücksichtigt und ihre Bedürfnisse ignoriert.
 
Frauen dürfen an vielen Orten der Welt weder bei politischen Prozessen mitsprechen noch wenn es um ihre eigene körperliche Selbstbestimmung und Unversehrtheit geht. Sie können nicht frei entscheiden, ob und wann sie medizinische Versorgung in Anspruch nehmen, sie sind in fast jeder Kategorie von Führungspositionen unterrepräsentiert. Insbesondere junge Frauen sowie Frauen aus marginalisierten und diskriminierten Gruppen sind besonders oft von Entscheidungsprozessen und Führungspositionen ausgeschlossen. Nur 0,2 Prozent der bilateralen Hilfe in fragilen und konfliktbetroffenen Gebieten erreicht direkt lokale Frauen(rechts)organisationen, die sich vor Ort für die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen engagieren.

CARE ist überzeugt, dass Frauen und Mädchen Teil der Diskussionen und Entscheidungsprozesse sein müssen, um gute Antworten und Lösungen für Herausforderungen zu finden. Die Partizipation von Frauen und Mädchen ist sowohl ein grundlegendes Menschenrecht als auch ein effektiver Weg, um humanitäre und entwicklungspolitische Ziele zu erreichen. Programme und politische Maßnahmen, die von Frauen und Mädchen mitgestaltet werden, erzielen bessere Ergebnisse in Bezug auf Gerechtigkeit, Zugang zu Gesundheitsversorgung und sozialen Diensten. Sie erreichen schneller eine verbesserte Regierungsführung und produzieren dauerhaftere Friedensvereinbarungen. Die Basis für Beteiligung und Einflussnahme sind starke und unabhängige Frauenorganisationen und Netzwerke.

CARE unterstützt deshalb lokale Frauenrechtsorganisationen dabei, sich einzubringen und ihre Forderungen zu äußern, und ermutigt Frauen und Mädchen dazu, sich in lokalen Institutionen zu beteiligen und Akteure für ihre Entscheidungen zur Rechenschaft zu ziehen.

Von der Bundesregierung fordert CARE:

  • Direkte und gezielte Unterstützung von Frauen- und Jugendorganisationen aus lokaler Zivilgesellschaft in Partnerländern. Dabei müssen Finanzierungsmechanismen so strukturiert sein, dass sie lokale Organisationen direkt erreichen und auch flexibel eingesetzt werden können.
  • Anerkennung der Bedeutung lokaler Zivilgesellschaft durch politische Förderung. Lokale Organisationen sind diejenigen, die essenzielle Dienstleistungen zur Verfügung stellen, als Watchdog agieren und für die Rechte von Frauen und Mädchen vor Ort eintreten. Sie müssen deshalb eng in die Erarbeitung von Strategien und Entscheidungsprozesse auf allen Ebenen eingebunden werden.
  • Das Eintreten für ein umfassendes Verständnis von sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechten (SRGR) auf Basis der Menschenrechte im internationalen Dialog sowohl mit anderen Gebern als auch mit Partnerländern. Das Recht auf Selbstbestimmung, informierte Entscheidungen und Nichtdiskriminierung muss durch die Bundesregierung engagiert verteidigt werden. 
  • Die Anerkennung der Rolle von Frauen und Mädchen als Ersthelferinnen und Akteurinnen des Wandels sowie als die besten Vertreterinnen ihrer Bedürfnisse in humanitären Krisen. Dies muss bei Förderungen explizit im Blick behalten werden.
     

Die negativen Folgen des Klimawandels

An dieser Stelle beschreiben wir in Kürze unseren politischen Einsatz gegen die Folgen des Klimawandels.

CARE Berichte und Advocacy-Positionen

CARE-Positionen zur Bundestagswahl 2021

März 2021. Mehr Geschlechter- und Klimagerechtigkeit - Forderungen an die deutsche Entwicklungs- und Außenpolitik
für die Bundestagswahl 2021 und darüber hinaus.

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Der Einfluss von COVID-19 auf die Gesundheit und die Versorgung von Frauen und Mädchen auf der Flucht - Ungleichheiten und sich verstärkende Risiken

Juni 2021 - CARE USA 
Schlagworte: Gender in Emergencies, COVID-19, Flucht, SRHRiE, GBViE, Gesundheit 
 
Während der COVID-19 Pandemie haben sich die ohnehin bestehenden Probleme in der Gesundheitsversorgung und beim Schutz von Frauen und Mädchen auf der Flucht weiter verschlechtert. Der von CARE im Juni 2021 veröffentlichte Bericht basiert auf Befragungen von geflüchteten Frauen und Frauen in Aufnahmegemeinden in Afghanistan, Ecuador und der Türkei. Die Ergebnisse zeigen, dass der Zugang von geflüchteten Frauen und Mädchen zu Gesundheitsdienstleistungen, einschließlich sexueller und reproduktiver Gesundheit (SRG), und Schutzdiensten seit Ausbruch der Pandemie noch stärker eingeschränkt ist als zuvor. Außerdem ist mit der Pandemie das Risiko gestiegen, Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt zu werden, und Armut und Ernährungsunsicherheit sind gestiegen. CARE fordert deshalb, dass COVID-19 Maßnahmen und andere humanitäre Hilfsmaßnahmen immer gendersensibel gestaltet werden müssen, um die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen zu berücksichtigen und die Position von Frauen und Mädchen zu stärken.

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Wie Hilfeleistungen systematisch Frauen und Mädchen in Konflikten benachteiligen

März 2021 - CARE International UK 
Schlagworte: Women and Girls in Crisis, Lokalisierung, Finanzierung, Beteiligung, Women Leadership 

Der Bericht untersucht die wichtigsten staatlichen Geber und UN-Organisationen hinsichtlich der Finanzierung von Frauenrechtsorganisationen und frauengeführten Organisationen, Finanzierung von Programmen zur Geschlechtergerechtigkeit und Förderung von Leadership und gleichberechtigter Beteiligung von Frauen und Frauenorganisationen in humanitären Kontexten. CARE zeigt in dem Bericht auf, dass UN-Organisationen und Geberstaaten keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen haben, um Frauen und Mädchen in den Mittelpunkt der Krisenreaktion zu stellen. 

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Besserer Wiederaufbau: Schaffung einer gerechteren, geschlechtergerechten, inklusiven und nachhaltigen Welt

Oktober 2020 - CARE International UK 
Schlagworte: Building Forward, COVID-19 - Response, Beteiligung, Finanzierung, Gesundheit 

Frauen sind in besonderer Weise von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen, doch bei der Reaktion auf die Krise sind sie oft nicht an Entscheidungen beteiligt. Der Wiederaufbau nach der Pandemie bietet nun die Möglichkeit, nicht nur wieder zum vorher bestehenden Status quo zurückzukehren, sondern neue, faire Lebensverhältnisse besonders für Frauen, aber auch für die gesamte Gesellschaft zu schaffen. Der Bericht zeigt auf, wie dies umgesetzt werden kann, indem alle Akteur:innen der Gleichstellung der Geschlechter in ihren Strategien für den wirtschaftlichen und finanziellen Wiederaufbau, die Umweltpolitik und die humanitäre Hilfe Priorität einräumen und Frauen und Mädchen auf allen Ebenen in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. 

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Rolle und Bedürfnisse von Mädchen und jungen Frauen in COVID-19 Maßnahmen und darüber hinaus

Oktober 2020 - CARE USA 
Schlagworte: Girl-Driven Change, GBV, COVID-19, Gesundheit, Beteiligung, SRGR

Die COVID-19 Pandemie hat global eine Krise ungeahnten Ausmaßes ausgelöst, durch die insbesondere Mädchen und junge Frauen Risiken ausgesetzt sind. CARE nutzt Daten aus eigenen Projekten, um auf die Auswirkungen der Pandemie auf die Gesundheit, das Wohlergehen und die Sicherheit junger Frauen sowie ihren Zugang zu und Beteiligung an wichtigen Diensten aufmerksam zu machen. Der Bericht enthält Empfehlungen, wie Geberstaaten und andere wichtige Akteur:innen die Bedürfnisse von Mädchen inmitten der Krise besser erkennen und mit ganzheitlichen, rechtebasierten und jugendzentrierten Initiativen auf diese reagieren können. 

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Chancen durch die Beteiligung von Frauen in Führungspositionen und bei der COVID-19 Maßnahmen

Juni 2020 - CARE International 
Schlagworte: #SheLeadsInCrisis, COVID-19, Beteiligung, Gesundheit, GBV
 
Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus haben auch zu einem Anstieg von geschlechtsspezifischer Gewalt, insbesondere häuslicher Gewalt geführt. Gleichzeitig wurde der Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung gerade im Bereich der reproduktiven Gesundheit eingeschränkt. Doch auch bei der medizinischen Versorgung von Coronainfizierten sind als Pflegepersonal in erster Linie Frauen vertreten und dadurch einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt. Der Bericht von CARE untersucht, wie hoch die Beteiligung von Frauen in nationalen COVID-19-Krisenstäben ist und wie die zur Verfügung stehenden Mittel genutzt werden. Der CARE-Bericht zeigt, dass Frauen in der Mehrheit der untersuchten nationalen COVID-19-Krisenstäben unterrepräsentiert sind und nur sehr wenige der untersuchten Länder ausreichend geschlechtsspezifische Maßnahmen oder Strategien in ihren COVID-19-Reaktionsplänen beschlossen haben.

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Geschlechtsbasierte Gewalt – Die Schattenpandemie

Mai 2020 – CARE USA 
Schlagworte: GBV, COVID-19, Gesundheit

Während der Coronapandemie ist geschlechtsspezifische Gewalt deutlich angestiegen. Diese „Schattenpandemie“ findet oft zu wenig Beachtung, darf jedoch bei der Krisenreaktion nicht vergessen werden. Der Bericht von CARE arbeitet heraus, wie Lockdowns die Sicherheit und Gesundheit von Frauen und Mädchen gefährden können und wie die Hilfsmaßnahmen gestaltet werden sollten, damit Frauen und Mädchen die notwendige Unterstützung zukommt. 

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Kontakt

Portraitfoto von Carla Dietzel - Gender Advocacy Referentin
Portraitfoto von Sven Harmeling.

Politische Adressat:innen

Auswärtiges Amt

Fragen der humanitären Hilfe sind in Deutschland im Auswärtigen Amt (AA) angesiedelt. CARE ist Mitglied im Koordinierungsausschuss Humanitäre Hilfe und nimmt als zivilgesellschaftlicher Partner an den Sitzungen der interministeriellen Arbeitsgruppe 1325 teil, die die Umsetzung der Agenda Frauen, Frieden, Sicherheit in Deutschland begleitet. In Länder- und Regionalgesprächen vertreten wir die Anliegen unserer Partner und Partnerorganisationen und vermitteln so oft wie möglich, dass diese direkt mit deutschen Entscheidungsträger:innen in Kontakt treten können.

Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe

Der Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe befasst sich mit humanitären Fragen und Problemen. Der Ausschuss lässt sich über die humanitären Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung unterrichten, organisiert öffentliche Anhörungen mit Expert:innen und legt Beschlussempfehlungen und Berichte vor. CARE wendet sich an den Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, um basierend auf unseren Erfahrungen vor Ort über aktuelle Entwicklungen und Probleme im Bereich der humanitären Hilfe zu informieren, politische Empfehlungen auszusprechen und Unterstützung für unsere Anliegen zu generieren.

Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Der Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beschäftigt sich mit den inhaltlichen Themen und der Umsetzung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Der Ausschuss lässt sich von den zuständigen Stellen über die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterrichten, organisiert öffentliche Anhörungen mit Vertreter:innen der Bundesministerien und der Zivilgesellschaft und legt Beschlussempfehlungen und Berichte vor. CARE wendet sich an den AWZ um basierend auf der Erfahrung aus unseren Projekten vor Ort auf erfolgreiche Ansätze insbesondere zu Geschlechtergerechtigkeit und sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechten in fragilen Kontexten zu informieren und politische Empfehlungen auszusprechen.

Bundeskanzleramt

Das Bundeskanzleramt unterstützt die Arbeit der/des Bundeskanzlers/in, hält Kontakt zu allen Ministerien und koordiniert deren Arbeit. Das Bundeskanzleramt spiegelt die Arbeitsbereiche der Ministerien in Spiegelreferaten und stellt daher auch eine Adressatin für die politische Arbeit von CARE dar.

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist der Bereich der Übergangshilfe angesiedelt, die besonders in den Regionen der Welt Projekte finanziert, die von langanhaltenden, komplexen und wiederkehrenden Krisen betroffen sind. Im BMZ bringt sich CARE Deutschland vor allem im Gender Themen Team und zu den Themen sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) und geschlechtsbasierte Gewalt (GBV) in fragilen Kontexten ein.

Koalitionen

Klima-Allianz Deutschland

Die Klima-Allianz Deutschland ist das breite gesellschaftliche Bündnis für den Klimaschutz. Mit ihren 115 Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen Umwelt, Kirche, Entwicklung, Bildung, Kultur, Verbraucherschutz, Jugend und Gewerkschaften setzt sie sich für eine ambitionierte Klimapolitik und eine erfolgreiche Energiewende auf lokaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene ein. Ihre Mitgliedsorganisationen repräsentieren zusammen rund 20 Millionen Menschen.

VENRO

CARE Deutschland e.V. ist Mitglied im Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO), dem freiwilligen Zusammenschluss von rund 140 privaten und kirchlichen Trägern der Entwicklungszusammenarbeit, Nothilfe und entwicklungspolitischen Bildungs- und Lobbyarbeit. CARE stellt derzeit die Co-Sprecher:innen der Arbeitsgruppen Gender, Klima sowie humanitäre Hilfe und gestaltet so aktiv die Arbeit des Verbands mit.