
996.000 Menschen hat die CARE-Nothilfe vor Ort bereits erreicht. Unterstützen Sie unsere Nothilfe in Gaza mit Ihrer Spende!
996.000 Menschen hat die CARE-Nothilfe vor Ort bereits erreicht. Unterstützen Sie unsere Nothilfe in Gaza mit Ihrer Spende!
Die aktuelle Waffenruhe ermöglicht den Menschen in Gaza eine Atempause – doch die humanitäre Krise bleibt katastrophal.
Trotz der schwierigen Umstände ist CARE weiter vor Ort im Einsatz. Unsere Teams versorgen Familien mit Trinkwasser und medizinischer Hilfe – und stehen den Menschen in dieser Krise zur Seite.
Ihre Spende bringt heute Wasser und medizinische Hilfe nach Gaza.
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Hygiene-CARE-Pakete und über 16 Millionen Liter Trinkwasser hat CARE verteilt.
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So vielen Menschen hat CARE medizinische Hilfe geleistet.
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So vielen Menschen konnte Material zum Bau von Notunterkünften bereitgestellt werden.

CARE steht dafür, jeden Euro effizient und nachvollziehbar einzusetzen. CARE trägt das Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrates und verpflichtet sich den Standards der Initiative Transparente Zivilgesellschaft.
Die Ernährungssituation im Gazastreifen ist alarmierend. Mehr als eine halbe Million Menschen stehen laut den Vereinten Nationen kurz vor dem Hungertod. Die humanitäre Krise im Gaza wird durch beschädigte medizinische Einrichtungen und Wohnhäuser weiter verschärft. Die Bevölkerung drängt sich in überfüllten, improvisierten Lagern zusammen, wo Mangel an Wasser und Lebensmitteln herrscht und die Anfälligkeit für Krankheiten erhöht ist. Die Versorgungslage für diese Menschen muss dringend verbessert werden!
Ein zuletzt veröffentlichter IPC-Bericht zeichnet ein düsteres Bild von Mangelernährung und Verzweiflung im Gazastreifen. Die Zahl der Kinder unter fünf Jahren, die aufgrund akuter Unterernährung vom Tod bedroht sind, hat sich seit Mai 2025 verdoppelt. Fast 55.500 unterernährte schwangere und stillende Frauen benötigen dringend Hilfe. Der Rest der Bevölkerung sieht sich mit akuter Lebensmittelunsicherheit konfrontiert – fast alle Familien lassen täglich Mahlzeiten ausfallen und Mütter reduzieren ihre Portionen, damit ihre Kinder essen können.


Der Gazastreifen zählt zu den am dichtesten besiedelten Regionen weltweit. Erfahrungen der Vergangenheit zeigen deutlich, dass bewaffnete Konflikte hier oft hohe zivile Verluste fordern. Tausende Menschen sind seit der Eskalation bereits umgekommen, unzählige verletzt worden. Die Opfer sind, wie in jedem Krieg oder Konflikt, in erster Linie Zivilistinnen und Zivilisten – darunter hunderttausende Kinder, traumatisiert von Gewalt, schwer verletzt durch Raketenangriffe und voller Angst.
Der Schutz der Zivilbevölkerung muss deshalb für alle Beteiligten oberste Priorität haben.

Neben schwerkranken und älteren Menschen leiden auch Frauen und Mädchen besonders stark unter den Folgen des Konflikts. Die Vorräte an Lebensmitteln sind knapp, ebenso wie Medikamente und medizinische Hilfsgüter, die für die Behandlung der wachsenden Zahl von Verletzten entscheidend sind.
Die Situation ist besonders besorgniserregend für schwangere Frauen, von denen viele als Risikofälle gelten. Schwangere Frauen haben keinen Zugang zu notwendiger prä- und postnataler Versorgung oder zu geburtshilflicher Notfallversorgung, die für eine sichere Entbindung erforderlich ist. Die Zustände in den Geburtskliniken sind katastrophal. Oft finden Geburten ohne Betreuung durch Ärzt:innen oder Hebammen statt und selbst steriles Werkzeug für einfache Eingriffe fehlt vielerorts. Ohne angemessene medizinische Versorgung riskieren schwangere Frauen oder Mütter mit Neugeborenen Komplikationen, die ihr Leben oder das ihrer Babys gefährden. Es wird geschätzt, dass seit Beginn der Eskalation 20.000 Kinder in Gaza zur Welt gekommen sind.
Aber auch für nicht schwangere Frauen ist es in der aktuellen Lage kaum möglich, normale Hygiene zu gewährleisten – insbesondere während ihrer Menstruation. Es gibt nicht genügend Hygieneartikel oder Waschmöglichkeiten.
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Die humanitäre Lage in Gaza wird immer kritischer. Während sich die Planung für humanitäre Hilfe von CARE anfangs vor allem auf medizinische Versorgung, pharmazeutische Hilfsgüter und Hygienepakete fokussierte, wurde bald deutlich, dass der gravierende Wassermangel eines der dringlichsten Probleme ist. „Selbst wenn Sie Bargeld haben – und die meisten Menschen haben kein Bargeld –, können Sie in Gaza derzeit weder Wasser noch Lebensmittel kaufen“, berichtet Hiba Tibi, CARE-Landesdirektorin für das Westjordanland und Gaza. „Schon vor der Eskalation waren die Ressourcen im südlichen Gazastreifen extrem knapp. Und die Situation verschärfte sich weiter, als sich die Bevölkerung dort durch die Ankunft der aus dem Norden Evakuierten fast verdoppelt hat.“
CARE-Mitarbeiter:innen verteilten bisher über 16 Millionen Liter sauberes Wasser an die durch den Konflikt Vertriebenen.

Am 01. September 2024 begann eine Polio-Impfkampagne der WHO und UNICEF in Gaza. Über 556.000 Kinder wurden so vor der hochansteckenden Krankheit, welche zu dauerhaften Lähmungen des Körpers führen kann, geschützt.
Auch CARE beteiligte sich in seinem Gesundheitszentrum in Deir Al-Balah an der gemeinsamen Impfkampagne und konnte tausenden Kindern den neuen oralen Polio-Impfstoff Typ 2 verabreichen.
CARE arbeitet seit 1948 in der Region. Die Aktivitäten werden mit eigenen Mitarbeitenden und langjährig vertrauten Partnerorganisationen umgesetzt. Aktuell konzentriert sich CARE auf Nothilfe.
CARE ist geleitet von den Prinzipien Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit. CARE ist Mitunterzeichner des Verhaltenskodexes für die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und Nicht-Regierungsorganisationen der humanitären Hilfe. Dabei steht der humanitäre Imperativ an erster Stelle. Unsere Hilfe orientiert sich allein am Grad der Bedürftigkeit – ungeachtet ethnischer, religiöser oder nationaler Aspekte. Die Hilfe wird niemals zur Unterstützung eines politischen oder religiösen Standpunktes eingesetzt.
CARE Deutschland verurteilt den brutalen Terrorangriff auf Israel vom 7. Oktober 2023 sowie jegliche Gewalt gegen die Zivilbevölkerung durch die Konfliktparteien zutiefst. CARE fordert die Einhaltung des humanitären Völkerrechts durch alle Konfliktparteien, einen dauerhaften Waffenstillstand, den ungehinderten Zugang von humanitärer Hilfe nach und innerhalb von Gaza sowie die Evakuierung von Kranken und Verletzten.
CARE hat über 16 Millionen Liter Trinkwasser und über 12.000 Hygiene-CARE-Pakete verteilt. CARE unterstützt Gesundheitszentren und hat medizinische Hilfe für fast 361.000 Menschen geleistet. Für 61.000 Menschen konnte Material zum Bau von Notunterkünften bereitgestellt werden. Insgesamt haben die verschiedenen Hilfsmaßnahmen von CARE bereits 996.000 Menschen erreicht. Die Hilfe wird fortgesetzt.
CARE arbeitet auf der Grundlage von humanitären Grundsätzen, um sicherzustellen, dass unsere Hilfe den echten Bedürfnissen der Menschen entspricht. Wir arbeiten mit eigenen Teams und zusammen mit langjährig vertrauten Partnerorganisationen. Hilfsgüter werden von Kairo aus über die Grenze nach Gaza gebracht. Der Ägyptische Rote Halbmond stellt die LKWs für die internationale Gemeinschaft bereit. Dies ist für uns der einzige Weg. Dank des erfahrenen CARE-Teams in Kairo erfolgt eine professionelle Koordination der Hilfe, die auch allen administrativen Anforderungen entspricht. Zu Beginn des Konflikts konnte CARE mit lokalen Dienstleistern zusammenarbeiten, die noch Güter vorrätig hatten. So war eine schnelle Hilfe möglich, als noch keine LKWs in den Gazastreifen reinkamen.
Natürlich ist Nothilfe in jedem Konflikt eine herausfordernde Situation. Aber dank eigener Mitarbeiter:innen können wir sicherstellen, dass die Hilfe ankommt, dass die Verteilungen professionell erfolgen.
Bei den CARE-Verteilungen werden Familien namentlich registriert. Das dient nicht nur der gerechten Verteilung, sondern ermöglicht den Menschen auch, Rückmeldungen zu den Hilfeleistungen zu geben und gegebenenfalls auch Beschwerden weiterzuleiten. In Unterkünften, die von den Vereinten Nationen verwaltet werden, arbeiten wir mit vorhandenen Namenslisten. Außerhalb dieser Strukturen stimmen wir eine geordnete Verteilung mit Gemeindevorständen ab, damit keine Benachteiligungen entstehen. Bei jeder Verteilung kümmern sich unsere Partnermitarbeiter:innen um die Waren, zählen die Artikel. Sie stellen sicher, dass Frauen, Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen Zugang zu den Hilfsgütern haben. Unsere CARE-Mitarbeiter:innen helfen bei der Koordination dieser Verteilungen und überwachen den Prozess. CARE operiert über eigene Strukturen vor Ort und nutzt die Strukturen der UN.
Es gibt eigentlich nichts, das nicht benötigt würde. Die Not ist groß. CARE setzt die Hilfe fort. Wir stellen weiterhin Hygiene-Pakete, Werkzeug zur Reparatur von Unterkünften und Lebensmittel zur Verfügung. 86 Prozent der Bevölkerung sind von Ernährungsunsicherheit betroffen. Ein Ausbau der Hilfe ist dringend notwendig. Jede Spende kann helfen.
