CARE-Mitarbeiter mit weiteren Personen in einem Zelt.

CARE-Hilfe in Bosnien­ und Herzegowina­

In Bosnien und Herzegowina hilft CARE armen Familien, Angehörigen der Roma und anderer ausgegrenzter Minderheiten sowie Geflüchteten auf dem Weg in eine bessere Zukunft.

In Bosnien und Herzegowina hilft CARE armen Familien, Angehörigen der Roma und anderer ausgegrenzter Minderheiten sowie Geflüchteten auf dem Weg in eine bessere Zukunft.

Einsatz gegen Gewalt und Ausgrenzung

CARE setzt sich in Bosnien und Herzegowina dafür ein, dass die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Rechte von gefährdeten und marginalisierten Gruppen anerkannt werden, um zu einem nachhaltigen Frieden in der Region beizutragen. Zu diesem Zweck bietet CARE Programme zur Konfliktprävention und Friedenssicherung an und setzt sich für die Gleichstellung der Geschlechter und die Verhinderung von geschlechtsspezifischer Gewalt ein. 

Zudem leisten CARE-Helfer:innen Nothilfe für Geflüchtete und Migrant:innen, die auf der sogenannten „Balkanroute“ in leer stehenden Gebäuden, Hotels, Fabriken und Tankstellen untergebracht sind, und verteilen Nahrung, Wasser, Kleidung und Decken.

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Projekt im Fokus

Hilfe für Geflüchtete in Bosnien und Herzegowina

  • Projektdauer:         Nov. 2021 - Dez. 2022
  • Budget:                      273.000 €
  • Projektorte:             Region Una Sana und im Kanton Tuzla
  • Finanziert durch:  Deutsche Postcode Lotterie

[DE] So hilft CARE: Im Juli 2021 ist die Zahl der irregulären Grenzübertritte auf der Westbalkanroute bereits um 67 % gegenüber zum Vorjahr angestiegen. Seit 2018 sind schätzungsweise rund 86.000 Migrant:innen nach Bosnien und Herzegowina gekommen. Schlechte Lebensbedingungen, ständige Ungewissheit und Gewalt belasten die psychische Gesundheit von Migrant:innen, Geflüchteten und Asylbewerber:innen stark. CARE stellt alleinreisenden Frauen, Frauen mit Kindern, und/oder schutzbedürftigen Männern einen sicheren Raum und eine angemessene Unterkunft zur Verfügung. Gemeinsam mit Partnerorganisationen bietet CARE psychosoziale Unterstützung und Beratung für die im Safe House untergebrachten Personen. Zudem verteilt CARE warme Mahlzeiten an bedürftige Personen und stellt Hygieneartikel und Non-Foodartikel, wie Schlafsäcke und warme Kleidung für den Winter bereit. Diese Aktionen helfen den Menschen, geschützter durch die kalte Jahreszeit zu kommen. 
 
[EN] How CARE helps:  In July 2021, the number of irregular border crossings on the Western Balkans route has already increased by 67% compared to the previous year. Since 2018, an estimated 86,000 migrants have entered Bosnia and Herzegovina. Poor living conditions, constant uncertainty, and violence place a heavy burden on the mental health of migrants, refugees, and asylum seekers. CARE provides safe space and adequate shelter to women traveling alone, women with children, and/or men in need of protection. Together with partner organizations, CARE provides psychosocial support and counselling to those in the Safe House. In addition, CARE distributes hot meals to people in need and provides hygiene items and non-food items, such as sleeping bags and warm clothing for the winter. These actions help people get more protected through the cold season.

Winter, Pushbacks, COVID-19

In unserem Policy Paper zur Situation von Geflüchteten auf dem westlichen Balkan beleuchten wir Hintergründe und geben Empfehlungen an politische Akteur:innen zur Verbesserung der derzeitigen Situation ab.

Jetzt lesen

CARE-Mitarbeiter mit weiteren Personen in einem Zelt.

Die CARE-Hilfe in Bosnien und Herzegowina auf einen Blick

Junge Männer führen ein Theaterstück auf

Young Men Initiative – Förderung friedlicher Maskulinität

Die Initiative setzt sich gegen geschlechtsspezifische Gewalt und für die Gleichstellung von Frauen und Männern ein. In der westlichen Balkanregion sind patriarchale Strukturen noch immer vorherrschend. Schon in jungen Jahren lernen viele Männer, dass ein „echter Mann“ die Familie zu versorgen und zu beschützen habe. Aggressivität und Konkurrenzdenken spielen in ihrem Leben häufig eine große Rolle. Daher führt CARE mit Partnerorganisationen Aufklärungskampagnen durch, um Väter und andere männliche Vorbilder zu erreichen. Lehrer werden zu Trainern ausgebildet, um ihrerseits Pädagogen und Lehramtsstudenten zu schulen. Viele Projektaktivitäten wurden im Zuge der Coronapandemie angepasst und teilweise online durchgeführt.

Eine CARE-Mitarbeiterin steht neben einer Roma-Familie

CARE-Hilfe für Roma-Gemeinden

Roma leben in vielen Staaten des Balkans am Rande der Gesellschaft. Der Zugang zu Bildung ist besonders Mädchen oft verwehrt, während sie Gefahren wie Diskriminierung, sexualisierte Gewalt und Menschenhandel ausgesetzt sind. CARE unterstützt lokale Roma-Organisationen dabei, diese Situation zu ändern. Bei der Regierung setzt sich CARE für den Zugang zu Bildung, für Schutz und die Umsetzung der Menschenrechte für alle ein. Ziel ist, Roma-Frauen aus den Zielgemeinden dazu zu befähigen, an sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Aktivitäten teilzunehmen und positive Veränderungen in ihren Gemeinden zu bewirken. 

Drei Kinder spielen Fußball

Soziale Inklusion durch Sport und Bildung

Damit Kinder ihr volles Potenzial entfalten können, fördert CARE den regelmäßigen Schulbesuch und damit ihr Selbstwertgefühl und ihre sozialen Kompetenzen. CARE und seine Projektpartner ermöglichen außerschulische Betreuung und Nachhilfeunterricht im Tageszentrum sowie die Durchführung von altersgerechten Seminaren zu Lebenskompetenzen und eines Toleranz-Workshops an den öffentlichen Schulen. Außerdem werden durch die regelmäßige Teilnahme am Fußballtraining und an Sportfestivals die sozialen Kompetenzen der Kinder verbessert. Wichtig ist dabei die geschlechter-, ethnien- und altersübergreifende Zusammenstellung von Klassen und Mannschaften.

Winterkälte gefährdet Flüchtlingsfamilien

Tausende Geflüchtete auf dem Balkan leben bei Temperaturen von bis zu minus zehn Grad in Zelten oder unbeheizten Fabrikgebäuden und können sich nicht vor dem eisigen Wind und Schneefall schützen. CARE versorgt sie mit wärmender Kleidung, Decken, warmen Mahlzeiten und Matratzen, um die schlimmste Not zu lindern.