Libyen steht weiterhin vor großen Herausforderungen. Viele Menschen haben nur eingeschränkten Zugang zu Gesundheitsversorgung, sauberem Wasser oder Bildung. Wirtschaftliche Belastungen, extreme Wetterereignisse und Vertreibung prägen den Alltag vieler Familien im Land.

Rund 787.000 Menschen sind derzeit auf humanitäre Unterstützung angewiesen. Besonders betroffen sind Kinder, Frauen, ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen. 35.000 Menschen mussten innerhalb Libyens fliehen – auch weil nach dem Sturm Daniel im Jahr 2023 viele Häuser und Gemeinden völlig zerstört wurden. CARE hilft den betroffenen Familien durch Küchensets, Hygieneartikel und Winterausrüstung. Zudem unterstützt CARE Gesundheitszentren vor Ort mit medizinischem Material, Personal und bei Renovierungsarbeiten. So soll eine gesundheitliche Basisversorgung sichergestellt werden. 

So wirkt Ihre Spende an CARE

Ein Notunterkunfts-CARE-Paket im Wert von 45 Euro kann in einem Krisengebiet eine Notunterkunft für eine Familie sichern, die ihr Zuhause verloren hat.

Ein Lebensmittel-CARE-Paket im Wert von 65 Euro kann eine fünfköpfige Familie in akuter Not einen Monat lang mit einem Grundstock an Lebensmitteln versorgen.

215 Euro sichern ein Überlebens-CARE-Paket für eine sechsköpfige Familie, das unter anderem Decken, Matten, Kochgeschirr und Kleidung enthält.

Folgen von Sturm Daniel

Ein einschneidendes Ereignis war Sturm Daniel, der Libyen im Jahr 2023 traf. Heftige Regenfälle führten zu schweren Überschwemmungen, insbesondere im Osten des Landes. Wohngebiete, Straßen, Krankenhäuser, Schulen sowie Wasser- und Stromversorgung wurden großflächig zerstört. Tausende Menschen verloren ihr Zuhause, viele weitere ihre Lebensgrundlagen. Auch heute sind die Folgen des Sturms weiterhin spürbar. Ein Teil der betroffenen Familien konnte bislang nicht dauerhaft zurückkehren, da Wohnraum fehlt oder Infrastruktur weiterhin beschädigt ist. In einigen Regionen bleibt der Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen und medizinischer Versorgung eingeschränkt. 

Nach Katastrophen versorgen unsere lokalen CARE-Helfer:innen gemeinsam mit Partnerorganisationen Betroffene mit lebenswichtigen Hilfsgütern wie Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser und Hygieneartikeln. Gleichzeitig errichten CARE-Teams provisorische Unterkünfte sowie sanitäre Einrichtungen, verteilen Bargeldhilfen und leisten medizinische Notversorgung, insbesondere für Schwangere und stillende Mütter. In Zusammenarbeit mit dem Libyschen Roten Halbmond konnten wir 2.806 Menschen, darunter 1.509 Kinder, mit Unterkünften, Winterausstattung und Hygienesets versorgen.

Kraftfahrzeuge und eine enge Straße, die durch die Überschwemmungen in Libyen zerstört wurden.
Zwei Männer stehen vor stark verwüsteten Häusern nach den verheerenden Überschwemmungen in Libyen.

So unterstützt CARE den Wiederaufbau nach Katastrophen

Nach Katastrophen versorgen unsere lokalen CARE-Helfer:innen gemeinsam mit Partnerorganisationen Betroffene mit lebenswichtigen Hilfsgütern wie Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser und Hygieneartikeln. Gleichzeitig errichten CARE-Teams provisorische Unterkünfte sowie sanitäre Einrichtungen, verteilen Bargeldhilfen und leisten medizinische Notversorgung, insbesondere für Schwangere und stillende Mütter. In Zusammenarbeit mit dem Libyschen Roten Halbmond konnten wir 2.806 Menschen, darunter 1.509 Kinder, mit Unterkünften, Winterausstattung und Hygienesets versorgen, als die Not nach Sturm Daniel besonders groß war.

Nach der akuten Katastrophenhilfe setzen wir langfristige Maßnahmen um, die den Betroffenen beim Wiederaufbau ihrer Existenzgrundlagen helfen. Dazu gehören finanzielle Hilfen, psychosoziale Unterstützung und berufliche Schulungen für die Menschen vor Ort.

Unterstützen Sie uns dabei, Menschen langfristig zu helfen!

Geflüchtete aus dem Sudan

Schätzungen zufolge sind über 500.000 Sudanesen nach Libyen gekommen, oft über entlegene Grenzregionen im Südosten. Viele geflüchtete Familien aus dem Sudan leben in informellen Unterkünften unter schwierigen Bedingungen. Häufig mangelt es an ausreichender Gesundheitsversorgung, sicheren Unterkünften und stabilen Einkommensmöglichkeiten. Ein großer Teil verfügt über keine Aufenthaltsdokumente, was den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie medizinischer Versorgung, Bildung und Arbeit erschwert. Frauen und Kinder sind dabei besonders gefährdet. 43 % der schulpflichtigen sudanesischen Kinder besuchen derzeit keine Schule.

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Quellen

  • UN OCHA: Libya Humanitarian Profile, Mai 2025
  • UNHCR: Sudanese Refugees and Asylum-Seekers in Libya, März 2026