Nothilfe nach Überschwemmungen in Bangladesch

Die Folgen des Klimawandels sind in Bangladesch schon lange spürbar: Immer wieder haben die Bewohner:innen mit Wetterextremen zu kämpfen. Zuletzt haben starke Regenfälle im Nordosten des Landes zu den schwersten Überschwemmungen der letzten zwei Jahrzehnte geführt. Etwa 1,2 Millionen Menschen sind von den Folgen betroffen. Viele Menschen in den betroffenen Gebieten leben unter sehr schlechten Bedingungen und benötigen sofortige Unterstützung mit Nahrungsmitteln und Wasser. 

Gemeinsam mit lokalen Partnern wird CARE in den nächsten Wochen 5.000 schwer betroffene Menschen mit Notunterkünften, Bargeld. Nahrungsmittelpaketen, Hygieneartikeln und Medikamenten zu versorgen.

Besonders gefährdet sind die aus Myanmar geflüchteten Rohingyas, die in Bangladesch in dicht besiedelten Camps leben. „Viele Familien schlafen in Feldern und auf schlammigen Wegen, weil sie nirgendwo anders hinkönnen. Sie brauchen sauberes Trinkwasser, Essen und einen sicheren Schlafplatz", berichten lokale CARE-Helfer:innen.

Das Nothilfe-Team von CARE ist rund um die Uhr im Einsatz. Die Mitarbeiter:innen leisten medizinische Betreuung durch mobile Kliniken und versorgen tausende unterernährte Kinder. Neben Brunnen, Latrinen und Waschgelegenheiten hat CARE vier Gesundheitszentren und sieben Schutzräume für Frauen und Mädchen eingerichtet, die ihnen medizinische Versorgung sowie Sicherheit und psychosoziale Unterstützung bieten.

Damit Familien aber auch in den kommenden Monaten dringend benötigte Hilfe erhalten, brauchen wir Ihre Unterstützung.

Corona-Hilfe für Rohingya im Flüchtlingscamp

Die CARE-Hilfe in Bangladesch auf einen Blick

Eine Frau wäscht sich lächelnd die Hände

Leben retten während der Coronapandemie

CARE-Helfer:innen klären seit Beginn der Pandemie darüber auf, wie sich die Menschen vor dem Virus schützen können, verteilen notwendige medizinische und hygienische Hilfsmittel wie Wasserkanister, Schutzkleidung, Seife, Spül- und Desinfektionsmittel und installieren Handwaschstationen. Besonders hier in den überfüllten Flüchtlingscamps Bangladeschs, wo die für uns einfachsten Maßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen und Abstandhalten nicht möglich sind und wo sich das Virus rasant verbreiten könnte, kann das Wissen über die richtigen Schutzmaßnahmen abertausende Leben retten.

Boot mit CARE-Banner und Menschen darauf

Hilfe bereits vor der Klimakatastrophe

CARE unterstützt die zuständigen Einrichtungen dabei, Vorhersagen zu Katastrophen mit dem zu erwartendem Schadensausmaß zu entwickeln. Es werden Schwellenwerte definiert, die bei Überschreitung katastrophenpräventive Maßnahmen einleiten, wie z. B. die Verteilung von Bargeld an Betroffene zur Kompensation von prognostizierten Ernteausfällen. In der Monsunperiode 2020 konnten so 300.000 Menschen aus Bangladesch bei der frühzeitigen Evakuierung ihrer Familien und Nutztiere, bei vorgezogenen Ernten und mit Bargeldzahlungen unterstützt werden.

Ein Mädchen steht mit Nahrungsmitteln im Flüchtlingscamp

Schutz für Frauen und Mädchen

In geschützten Räumen für Frauen und Mädchen oder im eigenen Zuhause bieten von CARE-Helferinnen Freizeit- und Bildungsangebote und Maßnahmen zur Sensibilisierung bzgl. geschlechterbasierter Gewalt an. Betroffene finden hier fachliche Unterstützung in Form psychosozialer Beratung und werden bei Bedarf an entsprechend spezialisierte Einrichtungen überwiesen. Freiwillige Gesundheitshelferinnen aus der Rohingya-Gemeinde führen Hausbesuche durch und informieren Frauen über das Gesundheitsangebot. In diesem Zusammenhang informieren auch über COVID-19-Hygiene- und Abstandsregelungen.

CARE leistet Hilfe für traumatisierte Frauen in Bangladesch