Geflüchtete in Bangladesch brauchen dringend Hilfe

„Viele Familien schlafen in Feldern und auf schlammigen Wegen, weil sie nirgendwo anders hinkönnen. Sie brauchen sauberes Trinkwasser, Essen und einen sicheren Schlafplatz", berichtet CARE-Helferin Jennifer Bose. Den geflüchteten Rohingyas fehlt es an medizinischer Versorgung, sicheren Unterkünften und sanitären Anlagen. In den dicht besiedelten Camps ist die Gefahr von Seuchen und tödlichen Krankheiten wie COVID-19 und Cholera allgegenwärtig.

Das Nothilfe-Team von CARE ist rund um die Uhr im Einsatz. Die Mitarbeiter:innen leisten medizinische Betreuung durch mobile Kliniken und versorgen tausende unterernährte Kinder. Sie verteilen Hygieneartikel, Kochutensilien und Reparaturmaterial für Unterkünfte. Neben Brunnen, Latrinen und Waschgelegenheiten hat CARE vier Gesundheitszentren und sieben Schutzräume für Frauen und Mädchen (Women Friendly Spaces) eingerichtet, die ihnen medizinische Versorgung sowie Sicherheit und Zugang zu Informationen und psychosozialer Unterstützung bieten.

Damit Familien aber auch in den kommenden Monaten dringend benötigte Hilfe erhalten, brauchen wir Ihre Unterstützung.

Corona-Hilfe für Rohingya im Flüchtlingscamp

Die CARE-Hilfe in Bangladesch auf einen Blick

Eine Frau wäscht sich lächelnd die Hände

Leben retten während der Coronapandemie

CARE-Helfer:innen klären seit Beginn der Pandemie darüber auf, wie sich die Menschen vor dem Virus schützen können, verteilen notwendige medizinische und hygienische Hilfsmittel wie Wasserkanister, Schutzkleidung, Seife, Spül- und Desinfektionsmittel und installieren Handwaschstationen. Besonders hier in den überfüllten Flüchtlingscamps Bangladeschs, wo die für uns einfachsten Maßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen und Abstandhalten nicht möglich sind und wo sich das Virus rasant verbreiten könnte, kann das Wissen über die richtigen Schutzmaßnahmen abertausende Leben retten.

Boot mit CARE-Banner und Menschen darauf

Hilfe bereits vor der Klimakatastrophe

CARE unterstützt die zuständigen Einrichtungen dabei, Vorhersagen zu Katastrophen mit dem zu erwartendem Schadensausmaß zu entwickeln. Es werden Schwellenwerte definiert, die bei Überschreitung katastrophenpräventive Maßnahmen einleiten, wie z. B. die Verteilung von Bargeld an Betroffene zur Kompensation von prognostizierten Ernteausfällen. In der Monsunperiode 2020 konnten so 300.000 Menschen aus Bangladesch bei der frühzeitigen Evakuierung ihrer Familien und Nutztiere, bei vorgezogenen Ernten und mit Bargeldzahlungen unterstützt werden.

Ein Mädchen steht mit Nahrungsmitteln im Flüchtlingscamp

Schutz für Frauen und Mädchen

In geschützten Räumen für Frauen und Mädchen oder im eigenen Zuhause bieten von CARE-Helferinnen Freizeit- und Bildungsangebote und Maßnahmen zur Sensibilisierung bzgl. geschlechterbasierter Gewalt an. Betroffene finden hier fachliche Unterstützung in Form psychosozialer Beratung und werden bei Bedarf an entsprechend spezialisierte Einrichtungen überwiesen. Freiwillige Gesundheitshelferinnen aus der Rohingya-Gemeinde führen Hausbesuche durch und informieren Frauen über das Gesundheitsangebot. In diesem Zusammenhang informieren auch über COVID-19-Hygiene- und Abstandsregelungen.

CARE leistet Hilfe für traumatisierte Frauen in Bangladesch