
Seit die Situation in Myanmar im August 2017 eskalierte, sind hunderttausende Menschen vor Gewalt und Verfolgung ins Nachbarland geflohen. Aktuell befinden sich rund 900.000 geflüchtete Rohingya in Bangladesch, über 70 Prozent von ihnen sind Frauen und Kinder.
Seit die Situation in Myanmar im August 2017 eskalierte, sind hunderttausende Menschen vor Gewalt und Verfolgung ins Nachbarland geflohen. Aktuell befinden sich rund 900.000 geflüchtete Rohingya in Bangladesch, über 70 Prozent von ihnen sind Frauen und Kinder.
Die Situation der geflüchteten Rohingyas in Bangladesch ist bis heute dramatisch. Es fehlt an medizinischer Versorgung, sicheren Unterkünften und sanitären Anlagen. In den dicht besiedelten Camps ist die Gefahr von Seuchen und tödlichen Krankheiten allgegenwärtig.
Das Nothilfe-Team von CARE ist rund um die Uhr im Einsatz. Die Mitarbeiter:innen leisten medizinische Betreuung durch mobile Kliniken und versorgen tausende unterernährteKinder. Sie verteilen Hygieneartikel, Kochutensilien und Reparaturmaterial für Unterkünfte. Neben Brunnen, Latrinen und Waschgelegenheiten hat CARE vier Gesundheitszentren und sieben Schutzräume für Frauen und Mädchen (Women Friendly Spaces) eingerichtet, die ihnen medizinische Versorgung sowie Sicherheit und Zugang zu Informationen und psychosozialer Unterstützung bieten.
Unterstützen Sie die CARE-Hilfe in Bangladesch mit Ihrer Spende!



CARE unterstützt die zuständigen Einrichtungen mit Prognoseinstrumenten und Pegelmessstationen dabei, Vorhersagen zu Katastrophen mit dem zu erwartendem Schadensausmaß zu entwickeln. So können z.B. Überschwemmungen frühzeitig erkannt werden. Sobald ein Trigger ausgelöst wird, wissen die Menschen, dass sie handeln müssen – und haben dank CARE nun statt sieben bis zehn Tagen bis zu fünfzehn Tage Zeit, sich, ihre Familien und ihr Hab und Gut zu schützen.Es werden Schwellenwerte definiert, die bei Überschreitung katastrophenpräventive Maßnahmen einleiten, wie z. B. die Verteilung von Bargeld an Betroffene zur Kompensation von prognostizierten Ernteausfällen. In der Monsunperiode 2020 konnten so 300.000 Menschen aus Bangladesch bei der frühzeitigen Evakuierung ihrer Familien und Nutztiere, bei vorgezogenen Ernten und mit Bargeldzahlungen unterstützt werden.

In geschützten Räumen für Frauen und Mädchen oder im eigenen Zuhause bieten CARE-Helfer:innen Freizeit- und Bildungsangebote und Maßnahmen zur Sensibilisierung bzgl. geschlechterbasierter Gewalt an. Betroffene finden hier fachliche Unterstützung in Form psychosozialer Beratung und werden bei Bedarf an entsprechend spezialisierte Einrichtungen überwiesen. Freiwillige Gesundheitshelfer:innen aus der Rohingya-Gemeinde führen Hausbesuche durch und informieren Frauen über das Gesundheitsangebot.
