Portraitfoto eines Mädchens im Sudan.

CARE-HILFE IM SUDAN

Große Not im Sudan

Im Sudan sind mehr als 8 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. 5,7 Millionen sind von kritischer Ernährungsunsicherheit betroffen. Wassermangel, Wüstenbildung, immer wieder auftretende Dürren und Überflutungen, aber auch Treibstoffknappheit, verschärfen die Krise zunehmend. Jederzeit können sie zu Hungerkatastrophen und den Verlust der Lebensgrundlage Tausender führen.

Die seit der Abspaltung des Südsudan im Jahr 2011 herrschende Wirtschaftskrise macht es für viele Familien immer schwerer ausreichend Nahrung zu beschaffen. Außerdem sind die Gesundheitsversorgung und Hygiene vielerorts schlecht. Krankenhäuser sind schlecht ausgestattet oder gar nicht mehr funktionstüchtig. Immer wieder kommt es zu Gewaltausbrüchen. Bewaffnete Gruppen und lokale Konflikte stellen eine große Gefahr für die Zivilbevölkerung dar.

Im Sudan gibt es derzeit zwei Millionen Binnenvertriebene; so viele wie in fast keinem anderen Land auf der Welt. Ursachen sind vor allem Naturkatastrophen und die bewaffneten Konflikte. Außerdem ist der Sudan Aufnahmeland für 1,2 Millionen Geflüchtete aus Nachbarstaaten, vor allem dem Südsudan. Diese verschärfen die Not der oft armen Gastgemeinden zusätzlich.

Das Leben der Frauen und Mädchen im Sudan ist von Ungleichheit gegenüber Männern geprägt. Die Auswirkungen humanitärer Krisen spüren sie oft am stärksten. Es gibt sexualisierte und genderspezifische Gewalt. Frauen und Mädchen sind dieser Gefahr ständig ausgesetzt. 88% aller Frauen und Mädchen sind im Sudan genitalverstümmelt. Diese Praxis ist dort weit verbreitet. CARE arbeitet dagegen an, klärt auf und stellt lebensrettende Maßnahmen zur Verfügung, um das Leid speziell von Mädchen und Frauen zu verringern. Dabei sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen!

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Blogbeiträge aus dem Sudan

CARE-Deutschland-Generalsekretär Karl-Otto Zentel besucht eine Krankenstation im Sudan.

Auf unserem Blog sind Sie noch näher dran! Sie finden dort persönliche Beiträge von CARE-Mitarbeitern. Sie berichten von ihren Reisen, informieren über aktuelle Ereignisse und diskutieren über das, was uns bewegt.

Im Herbst 2019 besuchte der Generalsekretär von CARE Deutschland, Karl-Otto Zentel, den Sudan, um sich vor Ort ein Bild von der Situation und der Hilfe von CARE zu machen. Begleitet wurde er dabei von Sabine Wilke, die ihre Eindrücke im Blog festgehalten hat: "Auf unbetretenen Pfaden".

Hier geht es zum Blog


Die CARE-Hilfe auf einen Blick

Mutter mit Kind im CARE Ernährungszentrum.

Gesundheitsversorgung

CARE unterstützt Gesundheitszentren und stellt grundlegende Gesundheitsversorgung bereit. Außerdem unterstützt CARE Mütter dabei „mother support groups“ zu gründen und arbeitet an verbesserter Müttergesundheit. Zudem werden mobile Kliniken eingerichtet und Community Health Worker und Hebammen geschult. 

Zwei Jungs stehen in einer vertrockneten Landschaft im Sudan.

Zugang zu Wasser, sanitären Anlagen und Hygiene

CARE verbessert nachhaltig den Zugang zu sauberem Trinkwasser. Sanitäre Anlagen werden instandgesetzt oder neu errichtet und Hygiene Kits verteilt. Außerdem werden Schulungen über Hygiene, Gesundheit, Ernährung und Wasser für Mitglieder der Gemeinden angeboten. 

Unterernährtes Kind wird untersucht.

Ernährungshilfe

CARE unterstützt Geflüchtete und Gastgemeinden mit lebensrettender Nahrungsmittelhilfe. Mit ihrer Spende rehabilitiert und unterstützt CARE Ernährungszentren und leistet dringend benötigte Hilfe für unterernährte Kinder, schwangere- und stillende Frauen. 


Arzt im Sudan untersucht Kleinkind

CARE unterhält in der abgelegenen Region bei Kassala ein Ernährungszentrum. Unterernährung ist hier weit verbreitet aber die Arbeit der Helfer zeigt Wirkung: Mütter und Kinder werden hier untersucht, beraten und erhalten energiereiche Nahrung.

Verschleierte Frau im Sudan mit ihrem Kind

Nafisa bringt ihren zweijährigen Sohn Ahmed zur Untersuchung ins Ernährungszentrum. Die gute Nachricht: Unsere Erfahrung zeigt, dass nach abgeschlossener Versorgung und Beratung kaum ein Kind ein zweites Mal wegen Unterernährung behandelt werden muss.

Ein Arzt in einem Gesundheitszentrum von CARE untersucht Kinder.

CARE unterstützt Gesundheits- und Ernährungszentren und hilft so unterernährten Kindern. Anhand von Gewicht, Körpergröße und Oberarmumfang wird festgestellt ob und wie stark Kinder unterernährt sind und wie ihnen am besten geholfen werden kann.

Kafteria ist eine kleine Gemeinde im Osten des Sudan. Mangelernährung ist in der Region unter Müttern und Kindern weit verbreitet. CARE unterstützt 20.000 Menschen mit lebenswichtiger Hilfe.

CARE Vorstand Karl-Otto Zentel mit der Hebamme Mahasin Ahmed

Mahasin Ahmed ist Hebamme. Sie kommt aus einer konservativen Gemeinde, hat es aber dennoch geschafft dafür zu kämpfen Bildung zu erhalten. CARE schult Hebammen, um die Müttergesundheit zu verbessern.

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