
15 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung befinden sich die Menschen im Südsudan in einer Hungerkrise und benötigen dringend Unterstützung.
15 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung befinden sich die Menschen im Südsudan in einer Hungerkrise und benötigen dringend Unterstützung.
Bewaffnete Konflikte, Vertreibungen, extreme Wetterereignisse und wirtschaftliche Instabilität treiben Millionen Menschen in Not. Allein zwischen Januar und Mai 2026 wurden mehr als 420.000 Menschen durch Gewalt vertrieben, während das Land inzwischen rund zwei Millionen Binnenvertriebene beherbergt. Gleichzeitig sind infolge des Konflikts im Sudan etwa 1,39 Millionen Menschen ins Land geflohen oder zurückgekehrt, was den Druck auf ohnehin überlastete Gemeinden und Infrastruktur weiter erhöht. Rund 7,8 Millionen Menschen leiden unter akuter Ernährungsunsicherheit. Besonders betroffen sind Frauen und Kinder, die häufig nur eingeschränkten Zugang zu Gesundheitsversorgung, sauberem Wasser und Schutzangeboten haben.
Gleichzeitig bedroht die schwerste Cholera-Epidemie der jüngeren Geschichte das Leben Tausender Menschen. Seit Ausbruch der Epidemie im Oktober 2024 wurden landesweit mehr als 104.600 Cholera-Fälle und ca. 1.678 Todesfälle registriert. Das Gesundheitssystem steht vielerorts vor dem Kollaps.
CARE ist vor Ort und kämpft gegen die Krise. Wir haben eine neue Behandlungsstation im Akobo Teaching Hospital eingerichtet, versorgen betroffene Gemeinden mit sauberem Wasser und verbessern die sanitäre Infrastruktur. Durch Aufklärungskampagnen helfen wir Familien, sich besser zu schützen. Gleichzeitig setzen wir uns für eine dringende internationale Unterstützung ein – nur mit zusätzlichen Mitteln können Impfkampagnen durchgeführt und lebensrettende Maßnahmen ausgeweitet werden.
Trotz aller Herausforderungen ist CARE vor Ort. Wir verteilen Nahrungsmittel, Medikamente und Bargeldhilfen, sichern Trinkwasser und schaffen geschützte Räume für Frauen und Mädchen. Die Not ist groß, aber gemeinsam können wir Leben retten und Hoffnung geben.
Helfen auch Sie notleidenden Familien im Südsudan mit Ihrer Spende!

CARE unterstützt mit dem lokalen Partner Coalition for Humanity Frauen und Mädchen in Pariang, Ruweng, dabei, sicherer zu leben und Zugang zu wichtigen Hilfsangeboten zu erhalten. Besonders im Fokus stehen der Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt sowie die Gesundheit von Frauen und Müttern. Dafür wurde ein sicherer Anlaufpunkt für Frauen und Mädchen ausgebaut, an dem sie Beratung, medizinische Unterstützung und psychologische Hilfe erhalten können. Menschen, die Gewalt erfahren haben oder gefährdet sind, bekommen individuelle Unterstützung und Begleitung. Außerdem werden Hygieneartikel verteilt und Informationen zu Gesundheit, Schutz und Rechten vermittelt.
Zusätzlich arbeitet das Projekt mit Gemeinden und lokalen Helfer zusammen, um das Bewusstsein für Gewaltprävention zu stärken und sichere Unterstützungswege aufzubauen.

Das Projekt unterstützt vor allem Vertriebene, Rückkehrer:innen und die Aufnahmegemeinschaften dabei, Zugang zu wichtiger medizinischer Versorgung und gesunder Ernährung zu erhalten. Ziel ist es besonders gefährdete Menschen besser zu schützen. Dafür werden Gesundheitszentren unterstützt und mobile Teams eingesetzt, die auch Menschen in abgelegenen Gemeinden erreichen. Familien erhalten medizinische Hilfe, Beratung zu gesunder Ernährung und Unterstützung bei der Versorgung von Müttern, Babys und kleinen Kindern. Zusätzlich werden praktische Maßnahmen umgesetzt: Zum Beispiel lernen Familien, wie sie nahrhafte Mahlzeiten zubereiten können, erhalten Saatgut für kleine Hausgärten und bekommen Unterstützung beim Transport wichtiger Ernährungshilfen.
