Bonn, 4. März 2026. Wir sind höchst alarmiert über die drastische Eskalation des Konflikts im Nahen Osten. Der Konflikt bedroht das Leben und Wohlergehen von Millionen von Menschen und verursacht Traumata und Angst vor dem, was als nächstes kommt.
In der gesamten Region sind Menschen, die ohnehin schon ums Überleben kämpften, nun mit wiederholter Vertreibung, Verlusten und anderen Folgen der Gewalt konfrontiert. Frauen und Mädchen sind besonders gefährdet. In vielen Ländern mobilisieren unsere CARE-Kolleg:innen und Partnerorganisationen unter extrem schwierigen Bedingungen Hilfsmaßnahmen.
Im Libanon, wo erneute Luftangriffe Familien zur Flucht gezwungen haben, unterstützen wir Partnerorganisationen bei der Versorgung der Vertriebenen. In Gaza musste die Hilfe, aufgrund des erneuten Konflikts, abrupt eingestellt werden. Der Zugang zu Nahrungsmitteln, sauberem Wasser, Treibstoff und medizinischen Hilfsgütern wurde unterbrochen. Trotz des enormen Bedarfs konnte die Hilfe seither nur in sehr begrenztem Umfang wieder aufgenommen werden.
CARE ist zwar nicht im Iran tätig, aber unsere Teams im Irak, in Jordanien, im Libanon, in den palästinensischen Gebieten, in Syrien und in der Türkei bereiten sich auf weitere Vertreibungen vor, darunter mögliche Flüchtlingsströme und eine steigende Zahl von Binnenvertriebenen. Dazu gehören koordinierte Bemühungen mit lokalen Partnern, um Vorräte vor Ort zu lagern und sicherzustellen, dass Bargeld, Lebensmittel, Wasser, Unterkünfte und andere Dienstleistungen bei Bedarf schnell bereitgestellt werden können.
Wir fordern die Konfliktparteien sowie alle einflussreichen Personen dazu auf, alle diplomatischen Anstrengungen zu unternehmen, um eine sofortige Einstellung der Feindseligkeiten in der gesamten Region zu erreichen. Solange der Konflikt andauert, ist es von entscheidender Bedeutung, dass alle Konfliktparteien die Zivilbevölkerung gemäß ihren Verpflichtungen nach dem Völkerrecht schützen. Die Sicherheit der humanitären Helfer:innen muss gewährleistet sein, und ein uneingeschränkter, schneller, sicherer und dauerhafter Zugang für humanitäre Hilfe in der gesamten Region – insbesondere im Gazastreifen und im Westjordanland – muss ermöglicht werden. Gemeinsam mit unseren Partnern sind wir weiterhin entschlossen, den dringend auf Hilfe angewiesenen Gemeinden lebensrettende Hilfe zu leisten.
Medienkontakt
Bei Fragen oder zur Vermittlung von Interviewpartner:innen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.





































































































































