
Jedes Jahr am 20. Juni findet der Weltflüchtlingstag statt. Dieser Tag soll das Bewusstsein für die wachsenden Herausforderungen von über 117 Millionen Menschen auf der Flucht weltweit schärfen.
Jedes Jahr am 20. Juni findet der Weltflüchtlingstag statt. Dieser Tag soll das Bewusstsein für die wachsenden Herausforderungen von über 117 Millionen Menschen auf der Flucht weltweit schärfen.
Der Weltflüchtlingstag wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen und findet seit 2001 jedes Jahr am 20. Juni statt. Ziel des internationalen Aktionstages ist es, auf die steigende Zahl und Schicksale von Vertriebenen weltweit aufmerksam zu machen.
Rund um den Weltflüchtlingstag werden in vielen Ländern weltweit Regierungen und die Gesellschaft im Rahmen einer Vielzahl von Veranstaltungen zur Unterstützung von Menschen auf der Flucht aufgerufen.
Zum Weltflüchtlingstag können wir Solidarität mit Geflüchteten zeigen, indem wir uns informieren, uns freiwillig engagieren oder spenden. Ihre Spende ermöglicht es CARE-Teams weltweit, lebensnotwendige Hilfe für Geflüchtete bereitzustellen.
Die Zahl der Menschen, die weltweit vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen müssen, bleibt weiterhin auf einem historisch sehr hohen Niveau. Ende 2025 waren rund 117,8 Millionen Menschen weltweit gewaltsam vertrieben. Damit hat sich die Zahl der Vertriebenen in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt. Hauptgründe für diese Entwicklung sind anhaltende und neue Konflikte – etwa der Krieg in der Ukraine, die Gewalt im Sudan sowie weitere Krisenregionen, die Millionen Menschen zur Flucht zwingen.
Auch die Zahl der Menschen, die aufgrund der Klimakrise ihre Heimat verlassen müssen, nimmt zu. Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Stürme oder Dürren zerstören immer häufiger Lebensgrundlagen und verschärfen bestehende Krisen, sodass viele Menschen gezwungen sind, ihre Heimatregionen zu verlassen.

Gemäß dem aktuellen Global Trends Report des UNHCR, dem Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge, gab es Ende 2025 117,8 Millionen gewaltsam vertriebene Frauen, Männer und Kinder. Diese Zahl schließt Flüchtlinge, Asylsuchende, Binnenvertriebene und andere Personen ein, die internationalen Schutz benötigen.
Frauen und Mädchen sind auf der Fluchtbesonderen Risiken ausgesetzt. Schwangerschaft, Geburt und Menstruation bedeuten unter Fluchtbedingungen aufgrund fehlender Gesundheitsversorgung, mangelnder Hygiene und ohne sichere Schutzräume eine hohe Gefahr. In Krisenzeiten steigen Fälle von sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt erheblich an und es kommt deutlich häufiger zu Zwangsheirat und Kinderehen.
CARE stellt die geschlechtergerechte humanitäre Hilfe und Nothilfe für Frauen und Mädchen in den Mittelpunkt der Nothilfe für Menschen auf der Flucht. In Ländern wie dem Sudan, der Ukraine oder dem Gazastreifen versorgen CARE-Teams Vertriebene mit Menstruationshygiene-Paketen, organisieren medizinische Betreuung speziell für Frauen und Mädchen und schaffen sichere Schutzräume für sie. Gemeinsam mit lokalen Partnern setzt sich CARE dafür ein, die Rechte von Frauen und Mädchen auf der Flucht und in Krisenzeiten zu stärken.

Die 33-jährige Zenab lebt im Gazastreifen, ist Mutter einer Tochter und zum zweiten Mal schwanger. “Ich erfuhr von meiner Schwangerschaft am 4. Oktober. Ich hatte drei Tage Zeit, mich zu freuen, dann begann der Krieg”, erzählt sie. “Seitdem gab es keine Zeit mehr, glücklich oder aufgeregt zu sein. Ich muss ständig von einem Ort zum anderen fliehen.”
Schwangere auf der Flucht haben kaum Zugang zu notwendiger prä- und postnataler Versorgung sowie zu geburtshilflicher Notfallversorgung.
CARE und Partnerorganisationen unterstützen schwangere Frauen weltweit mit Notunterkünften und dringend benötigter medizinischer Unterstützung.
CARE hilft Menschen auf der Flucht vor allem mit Trinkwasser, Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Windeln und Schlafsäcken. Gemeinsam mit unseren Partnern stellen wir Unterkünfte bereit und bieten medizinische Hilfe und psychosoziale Unterstützung an. Damit hilft CARE Vertriebenen, mit den oft traumatischen Erfahrungen der Flucht besser umgehen zu können. Mütter, Kinder und ältere Schutzsuchende brauchen besondere Unterstützung.
Bei den Hilfsmaßnahmen legt CARE daher besonderen Wert auf die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen. Sie benötigen speziellen Schutz, da sie während der Flucht verstärkt Gefahren und Gewalt ausgesetzt sind.
Unterstützen Sie unsere Nothilfe für Geflüchtete mit Ihrer Spende.

Aufgrund des Krieges mussten Millionen Menschen in der Ukraine ihre Heimat verlassen und Unterschlupf in weniger umkämpften Teilen des Landes suchen. Die Folgen sind für alle, aber besonders für Frauen und Mädchen, verheerend: Familien wurden auseinandergerissen sowie zahlreiche Gesunheitseinrichtungen, Schulen und Kindergärten zerstört. Hinzu kommt ein großer Bedarf an psychosozialer Unterstützung, verursacht durch Kriegstraumata.
CARE und Partnerorganisationen unterstützen ukrainische Familien mit sicheren Schutzräumen, psychosozialer Unterstützung und versorgen sie mit Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser sowie Hygieneartikeln.

Die Vertreibung der syrischen Bevölkerung ist die schlimmste seit dem Zweiten Weltkrieg: Mehr als 12 Millionen Menschen mussten ihre Heimat verlassen, wobei 7,2 Millionen innerhalb des Landes vertrieben wurden. 80 Prozent der Geflüchteten sind Frauen und Kinder, die auf besonderen Schutz angewiesen sind.
CARE arbeitet mit lokalen syrischen Partnern im ganzen Land zusammen und leistet sowohl Nothilfe als auch längerfristige Unterstützung für Binnenvertriebene. Unter anderem hilft CARE Menschen auf der Flucht durch die Bereitstellung von Unterkünften, sanitären Einrichtungen und sauberem Wasser sowie die Verteilung von Bargeld, Nahrungsmitteln, Kleidung und Haushalts- und Hygieneutensilien.
