Von Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von CARE Deutschland e.V.

Noch nie war die Zahl der Menschen, die vor Krieg, Gewalt, Verfolgung oder Armut fliehen, so hoch wie heute. Ganze 68,5 Millionen Menschen befanden sich 2018 auf der Flucht, rund die Hälfte davon sind Frauen.

Stärkung von Frauen und Mädchen auf der Flucht

Doch die Bedürfnisse von Frauen, die vor Naturkatastrophen oder Gewalt fliehen, werden häufig vergessen oder vernachlässigt: Sie müssen häufiger sexualisierte Gewalt erleben, sterben bei der Geburt ihrer Kinder, weil medizinisches Fachpersonal in Flüchtlingscamps fehlt oder werden bei Entscheidungen über ihr Schicksal ausgeschlossen, weil sie schon vor dem Konflikt nicht zur Schule gegangen sind. Auch in der Arbeitswelt erfahren Frauen auf der Flucht weltweit Nachteile. So fehlt rund 70 Prozent der geflüchteten Frauen der Zugang zum offiziellen Arbeitsmarkt.

CARE unterstützt Frauen und Mädchen in ihrem Kampf für umfassende und gleiche Menschenrechte. Unser Ziel ist es, die Stimmen von Frauen zu stärken und ihnen die effektive Beteiligung an all jenen Entscheidungen zu ermöglichen, die ihr Leben bestimmen. Ungleichheiten in Frage stellen und Rechte und Möglichkeiten einfordern. Dafür steht CARE mit all unseren Projekten.

„Dead 2 Red“ - CARE läuft für Frauenrechte

Und deshalb nutzen wir den Monat März, um darauf aufmerksam zu machen: #March4Women heißt die globale Kampagne, die in vielen Ländern der Welt Menschen mobilisiert. Ein Team von CARE Deutschland hat sich für sportliches Engagement entschieden: Wir laufen am 14. März den Marathon „Dead 2 Red“, 24 Stunden vom Toten zum Roten Meer in Jordanien. Die Vorbereitungen für diesen ungewöhnlichen Lauf verlangten viel Training und Disziplin. Umso mehr freuen wir uns jetzt, den Lauf anzutreten, um auf diese Weise auf das Engagement von CARE für syrische Frauen in Jordanien und auf der ganzen Welt aufmerksam zu machen. 660.000 Frauen aus Syrien haben in Jordanien Zuflucht gefunden. Häufig alleine mit ihren Kindern müssen sie den Alltag im Exil bewältigen. Und im achten Jahr des Krieges schwindet die Hoffnung, eines Tages nach Syrien zurückkehren zu können.

Für sie und für Frauen weltweit laufe ich.

Auch Sie können sich für diese Frauen einsetzen.
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