CARE-Helferin in einem Flüchtlingscamp im Irak

Menschen auf der Flucht helfen

Weltflüchtlingstag 2021

82,4 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Getrieben von Krieg, Gewalt, Hunger und Armut müssen Geflüchtete ihre Familie, Freunde und ihr Zuhause zurücklassen. Besonders in der aktuellen Coronavirus-Pandemie sind sie am stärksten gefährdet. Abstand halten, Maske tragen und Händewaschen – Dinge, die wir selbst zum Schutz vor dem Virus leisten können – sind in Flüchtlingscamps oft nicht möglich. 

Die meisten geflüchteten Menschen stammen aus Syrien, Venezuela, Afghanistan, Südsudan und Myanmar. 48 Millionen von ihnen sind Binnenvertriebene, sind also innerhalb ihres Heimatlandes auf der Flucht. Andere suchen Schutz in den Nachbarländern – ohne zu wissen, ob und wann sie ihre Heimat wiedersehen. Aktuell leben 85 Prozent aller geflüchteten Menschen in Ländern des globalen Südens.

Hilf den Menschen auf der Flucht, denen es an existenziell wichtigen Gütern wie Lebensmitteln und Wasser oder in der aktuellen Pandemiezeit notwendigen Hygieneartikeln fehlt.

Jetzt Beistand spenden!

 

Mit 70 Euro stellst Du psychosoziale Unterstützung für Menschen in Kriegs- und Krisengebieten bereit, um die durch Flucht entstandenen seelischen Wunden zu heilen.

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Was tut CARE für Vertriebene?

CARE ist in über 36 Kriegs- und Krisengebieten weltweit tätig. Flüchtlingen und Binnenvertriebenen hilft CARE mit Lebensmitteln, Bargeld und Unterkünften. Während der aktuellen Corona-Pandemie mobilisiert CARE außerdem Hygiene- und Infektionsschutzmaßnamen gegen die Virusausbreitung, schult Gesundheitspersonal und verstärkt die Aufklärungsarbeit über COVID-19 in überfüllten Camps.

Im Fokus steht dabei immer auch die Arbeit für und mit Frauen und Mädchen. Uns ist wichtig, sicherzustellen, dass sich geflüchtete Frauen und Mädchen an allen Entscheidungen in den Flüchtlingscamps beteiligen können. Denn sie wissen am besten, welche humanitäre und medizinische Hilfe sie benötigen.


Zokiya ist 17 und kommt aus Myanmar

Die 17-jährige Zokiya ist Rohingya und flüchtete aus Myanmar nach Cox's Bazar, Bangladesch. Sie wurde mit einer Behinderung geboren und ihre gekrümmten Beine machen es ihr unmöglich aufzustehen. Ihr Alltag in Myanmar war von Gewalt geprägt, sogar Zokiyas Vater wurde getötet. Als Frau mit einer Behinderung war und ist sie ständiger Diskriminierung ausgesetzt – soziale Ausgrenzung, in Bezug auf ihre Grundbedürfnisse oder durch erhöhte Gefahr eines Missbrauchs – und braucht ständige Hilfe im täglichen Leben. Zokiya leidet auch an einer Angststörung, fühlt sich zittrig, wenn jemand sie zu fest umarmt.

Auf ihrer Flucht musste ihr älterer Bruder Zokiya den ganzen langen Weg durch den Dschungel und über die Berge tragen. Es war eine Reise voller Gefahren, voller Hunger und ohne Schlaf.

Auch im Camp für Geflüchtete ist das Leben für sie schwer. Es gibt nur wenige sanitäre Anlagen und diese sind teilweise eng und der Weg dorthin war für Zokiya beschwerlich. CARE errichtete für sie eine Toilette in der Nähe ihres Zeltes, stellte auch Seife, Wasser und ein Bad zur Verfügung und konnte ihr so ein besseres Leben mit mehr Sicherheit ermöglichen. Darüber hinaus klärt CARE mit freiwilligen Helfer:innen über Covid-19 und Hygiene auf.  


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Mit 50 Euro stellst Du eine Handwaschstation mit Seife bereit, die in dicht besiedelten Flüchtlingscamps vor ansteckenden Krankheiten schützt.

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Fluchtursachen: Warum fliehen Menschen?

Die aktuelle Zahl von Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, ist so hoch wie nie: 82,4 Millionen. Aber niemand flieht freiwillig. Es sind äußere Umstände, die Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen.

Die Gründe dafür sind grausam und oft eng miteinander verbunden:

  • Krieg und Gewalt: Die Zivilbevölkerung flieht vor Kämpfen aus Angst um ihr Leben.
  • Armut und Perspektivlosigkeit: Menschen fliehen vor Hunger in der Hoffnung auf ein besseres Leben.
  • Verfolgung und Diskriminierung: Betroffene fliehen vor Angriffen aufgrund ihrer Religion, ethnischen Zugehörigkeit oder politischen Einstellung.
  • Zerstörte Lebensgrundlagen: Die Bevölkerung flieht aus Notlagen, die oft durch Kriege oder Naturkatastrophen verursacht sind.
Die Karte zeigt aus welchen Ländern sind Menschen auf der Flcuht und wo sie aufgenommen werden

Von der Geflüchteten zur Trainerin

 

Turpaina floh mit ihren Kindern vor dem Krieg im Südsudan nach Uganda. Dort fühlte sie sich nutzlos und konnte ihre Familie nicht ernähren. Durch eine Freundin lernte sie CARE kennen und nahm an einem Training teil, das sie auf die Gründung eines Geschäfts vorbereitete, sparte das wenige Geld, das sie hatte und investierte in Fische und Holzkohle.

Mittlerweile ist sie in der südsudanesischen Frauenvereinigung selbst Trainerin und berät Frauen zum Thema Familienplanung. "Ich bin CARE sehr dankbar, denn ich wurde gestärkt und bin nun eine stolze Frau."


CARE fordert ...


die Rückbesinnung auf die grundlegenden Ideen der Europäischen Union: die Anerkennung der Menschenrechte, Freiheit und Solidarität.


dass bei der aktuellen Diskussion um die Flüchtlingssituation in Europa die Lösung der Konflikte wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken muss.


eine stärkere Unterstützung der Nachbarländer von Konfliktgebieten. Seit Beginn der Syrienkrise haben Nachbarländer über vier Millionen Flüchtlinge aufgenommen.



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