Was ist der Orange Day?

Der Orange Day ist der “Internationale Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen” und wird jedes Jahr am 25. November begangen. An diesem internationalen Aktionstag rückt die Welt die Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen in den Mittelpunkt. Orange steht dabei für Hoffnung, Sicherheit und eine Zukunft ohne Gewalt. 

CARE nutzt diesen Tag, um öffentlich auf Missstände hinzuweisen, konkrete Lösungswege vorzustellen und politischen Druck aufzubauen. Gleichzeitig zeigt CARE anhand von erfolgreichen Programmen, dass Veränderung möglich ist und dass Prävention, Schutz und Stärkung Hand in Hand gehen müssen.

Mit Ihrer Spende für Frauen und Mädchen gestalten Sie für sie eine glückliche und gleichberechtigte Zukunft in unseren Projektländern mit!

 

für den schutz von frauen spenden

Frauen in bunter Kleidung gucken ernst

Ursachen geschlechtsspezifischer Gewalt

Alle Formen geschlechtsspezifischer Gewalt beruhen auf derselben Grundlage: ungleich verteilte Macht. Tief verwurzelte Ansichten bestimmen in vielen Gesellschaften bis heute, wie Frauen behandelt werden und welche Rechte zugestanden werden.

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Wie CARE Frauen und Mädchen stärkt

Die Frauen einer Frauengruppe im Sudan sitzen zusammen und fuehren Buch ueber ihre Aktivitaeten.

CARE arbeitet weltweit daran, dass Frauen sicher leben und selbstbestimmt über ihre Zukunft entscheiden können.
Ihre Spende ermöglicht:

  • Schutz - Sichere Räume für Frauen und Mädchen in Krisengebieten.
  • Unterstützung - Psychosoziale und medizinische Betreuung und Hilfe nach Gewalterfahrungen.
  • Selbstbestimmung - Ausbildung, Einkommensmöglichkeiten und finanzielle Unabhängigkeit.
  • Veränderung - Gemeinschaften werden sensibilisiert, um Gewalt langfristig zu verhindern.
  • Perspektive - Aufbau einer neuen Lebensgrundlage durch eigenes Einkommen
Mitarbeiterinnen von CARE inmitten einer Frauengruppe im Osten des Sudans
In den Frauengruppen helfen sich die Mitglieder auf vielfältige Weise gegenseitig.

Erhöhtes Gewaltrisiko für Frauen in Not

Weltweit erlebt etwa jede dritte Frau in ihrem Leben körperliche Gewalt – eine Zahl, die in vielen Regionen sogar noch weit höher liegt. Fehlende Schutzstrukturen, mangelnde Rechtsdurchsetzung und tief verankerte kulturelle Normen, die Gewalt tolerieren oder sogar legitimieren, verstärken das Problem zusätzlich. Gleichzeitig bleibt die Dunkelziffer enorm: Viele Betroffene schweigen aus Angst vor sozialen Konsequenzen, aus Scham oder weil sie keinen Zugang zu Hilfsangeboten haben.

Zudem sind Frauen und Mädchen in Krisensituationen – also auf der Flucht, in Konfliktzonen, nach Naturkatastrophen oder in Phasen wirtschaftlicher Notlagen – einem erhöhten Gewaltrisiko ausgesetzt. Hinzu kommt, dass sich vielfältige strukturelle Probleme überlappen und gegenseitig verstärken: Armut, Hunger, mangelnde Bildung, eingeschränkte Rechte oder fehlende politische Teilhabe schaffen ein Umfeld, in dem Gewalt leichter entsteht und seltener sanktioniert wird.

Je weniger Rechte und Ressourcen Frauen zur Verfügung stehen, desto größer wird die Gefahr geschlechtsspezifischer Gewalt.

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CARE-Studie zeigt: Gewalt und Hunger hängen zusammen

Gewalt gegen Frauen ist kein isoliertes Phänomen. Sie steht im Zentrum eines ganzen Geflechts aus Ungleichheit, Armut, Hunger, Klimakrise und Machtstrukturen, die Frauen systematisch benachteiligen. Vor allem zwischen Hunger und Gewalt gibt es einen direkten Zusammenhang, wie eine CARE-Studie belegt. Hunger und Gewalt sind also zwei Seiten derselben Ungerechtigkeit.

Die CARE-Studie zeigt:

  • Frauen sind deutlich häufiger von Ernährungsunsicherheit betroffen als Männer.
  • 2021 waren weltweit 150 Millionen mehr Frauen als Männer von Hunger betroffen.
  • Wo Lebensmittel knapp werden, steigt die Wahrscheinlichkeit von häuslicher Gewalt, sexueller Ausbeutung und Kinderheirat.
  • Gewalt wirkt selbst wieder als Treiber von Hunger – weil Frauen Essen verweigert wird, weil sie als Letzte essen oder weil sie aus Angst Einschränkungen hinnehmen.

care-studie zu gewalt und hunger

CAREs Ansatz gegen geschlechtsspezifische Gewalt

Eine Frau steht neben einem Mann auf einem Maisfeld

Gewalt verhindern, bevor sie entsteht

Prävention bedeutet für CARE nicht nur, einzelne Risiken zu reduzieren, sondern jene tief verankerten sozialen Normen zu verändern, die Gewalt gegen Frauen ermöglichen oder legitimieren. In vielen Ländern arbeitet CARE daher eng mit Gemeindevorsteher:innen, Jugendgruppen, Männern und Familien zusammen, um ein neues Verständnis von Gleichberechtigung zu fördern.

Dabei hat sich gezeigt, wie wirkungsvoll Dialog und gemeinsame Reflexion sein können. In Ruanda führten Programme, die Paare zu Kommunikation, Respekt und gemeinsamer Entscheidungsfindung ermutigen, zu einer Reduktion von Gewalt in der Partnerschaft um 55 Prozent. Gleichzeitig verbesserte sich die Ernährungssituation in den Haushalten, weil Aufgaben fairer verteilt und Ressourcen gemeinschaftlicher genutzt wurden.

Die zweifache Mutter Dasha aus der Ukraine nach der Flucht vor ihrer Unterkunft.

Frauen begleiten, wenn Gewalt passiert ist

Trotz aller Präventionsarbeit erleben viele Frauen und Mädchen täglich Gewalt. Für sie schafft CARE sichere Orte und bietet unmittelbare, lebenswichtige Unterstützung an. Diese Hilfe setzt dort an, wo Frauen am verletzlichsten sind: in Krisengebieten, in Geflüchtetenlagern, nach Naturkatastrophen oder in Regionen mit extrem hoher Ernährungsunsicherheit.

CARE betreibt Schutzräume für Frauen und Mädchen, in denen sie zur Ruhe kommen und sich in einem sicheren Umfeld beraten lassen können. Dort erhalten sie medizinische Erstversorgung, psychosoziale Betreuung und, wenn nötig, rechtliche Unterstützung. In akuten Notsituationen stellt CARE Notunterkünfte bereit und achtet darauf, dass Frauen Zugang zu sicheren Wasserstellen und geschützten Sanitäranlagen haben. In der Ukraine unterstützt CARE beispielsweise geflüchtete Frauen, die aufgrund des Krieges einem erhöhten Gewaltrisiko ausgesetzt sind.

Kleinspargruppe von Frauen in Jordanien

Ökonomische Unabhängigkeit fördern

Wirtschaftliche Abhängigkeit ist einer der stärksten Gründe, warum Frauen in gewaltvollen Beziehungen bleiben müssen. Viele Frauen haben kein eigenes Einkommen, keinen Zugang zu Land oder Krediten und keine Möglichkeit, sich oder ihre Kinder zu versorgen. CARE setzt daher weltweit auf die Stärkung wirtschaftlicher Selbstständigkeit – ein entscheidender Baustein, um Gewalt langfristig zu verhindern.

Durch CARE-Kleinspargruppen, berufliche Trainings, Unterstützung bei der Gründung kleiner Unternehmen oder durch digitale Kompetenzprogramme erhalten Frauen die Möglichkeit, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Damit steigen ihr Selbstvertrauen, ihre Handlungsfähigkeit und ihre Verhandlungsmacht im Alltag. Frauen berichten häufig, dass sie nach solchen Programmen erstmals Entscheidungen selbst treffen konnten oder nicht länger auf gewalttätige Partner angewiesen waren.

Janet reckt kämpferisch ihre Faust in die Luft, denn sie ist Teilnehmerin eines Projekts, bei dem das CARE-Modell 'Women Lead in Emergencies' zum Einsatz kommt.

Gewalt gegen Frauen strukturell bekämpfen

Um Gewalt gegen Frauen langfristig zu beenden, reicht es nicht aus, nur auf der individuellen Ebene anzusetzen und einzelne Betroffene zu unterstützen. Gewalt entsteht in Strukturen und genau deshalb muss sie auch in Strukturen bekämpft werden.

Ein Beispiel dafür ist CAREs 'Women Lead in Emergencies'-Ansatz. Er stellt sicher, dass Frauen in humanitären Krisen nicht nur als Betroffene betrachtet werden, sondern als aktive Entscheidungsträgerinnen. Dieser Ansatz unterstützt Frauengruppen dabei, eigene Prioritäten zu formulieren, Ressourcen zu verwalten und lokale Lösungen selbstbestimmt umzusetzen.

mehr zu women lead in emergencies

Fragen und Antworten zum Orange Day

Was ist der Orange Day?

Der Orange Day ist der “Internationale Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen” und wird jedes Jahr am 25. November begangen. An diesem internationalen Aktionstag rückt die Welt die Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen in den Mittelpunkt. Orange steht dabei für Hoffnung, Sicherheit und eine Zukunft ohne Gewalt. Die UN-Kampagne „Orange The World“ macht seit 1991 auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam und beginnt am 25. November und endet am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte.

CARE nutzt diesen Tag, um öffentlich auf Missstände hinzuweisen, konkrete Lösungswege vorzustellen und politischen Druck aufzubauen. Gleichzeitig zeigt CARE anhand von erfolgreichen Programmen, dass Veränderung möglich ist und dass Prävention, Schutz und Stärkung Hand in Hand gehen müssen.

Warum gibt es den Orange Day?

Der Orange Day geht auf ein Ereignis am 25.10.1960 zurück, an dem in der Dominikanischen Republik die drei Schwestern Patria, Minerva und María Teresa Mirabal ermordet aufgefunden wurden. Die Schwestern gehörten zu einem regimekritischen Netzwerk gegen die damals herrschende Diktatur in der Dominikanischen Republik, und wird von vielen Menschen als Wendepunkt, der den Sturz des Regimes einleitete betrachtet. Der Tod der Schwestern, der auf das Regime zurückzuführen ist löste die Bewegung zum Orange Day aus.

Im Jahr 1981 wurde der 25. November als Tag zur Ehrung der Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt von lateinamerikanische Feministinnen bei einer Versammlung in Kolumbien vorgeschlagen. So entstand der Internationale Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, mit dem Ziel auf den Zusammenhang von Gewalt gegen Frauen mit politischen und sozialen Macht- und Unterdrückungssysteme aufmerksam zu machen.

1991 wurde die Kampagne "16 Days of Activism Against Gender Violence" vom  Women's Global Leadership Institute ins Leben gerufen. Seitdem finden jedes Jahr vom 25. November bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, weltweit Aktionen statt, um auf die Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. So macht auch die weltweite UN Kampagne “Orange the World” seit 1991 auf Gewalt aufmerksam, die in Deutschland von UN Women Deutschland umgesetzt wird.

Wie hilft CARE Frauen weltweit?

CARE ist davon überzeugt, dass jeder Mensch das Recht auf ein Leben ohne Gewalt hat. Wir setzen uns für die Gleichstellung der Geschlechter sowie die Sicherheit und Würde von Frauen und Mädchen ein. Geschlechtsspezifische Gewalt ist ein globales Problem von epidemischem Ausmaß, das entschlossenes Handeln und nachhaltige Ressourcen erfordert. So arbeitet CARE in mehr als 40 Ländern weltweit daran, den Überlebenden zu helfen und Gewalt gegen Frauen zu verringern:

  • durch medizinische und psychosoziale Hilfe, die den missbrauchten Frauen hilft, das Erlebte zu verarbeiten,
  • durch das Aufbrechen alter Denkstrukturen und Aufklärung zu Rollenbildern und Gleichberechtigung sowie
  • durch die Befähigung, sich durch CARE-Spargruppen ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften, sich damit eine Lebensgrundlage aufzubauen und so einen selbstbestimmten Platz in der Gesellschaft zu finden.

Wie können Frauen vor Gewalt geschützt werden?

Strukturelle Diskriminierung beim Zugang zu Bildung, bei der Gesundheitsversorgung und Beschäftigung haben weitreichende Folgen für Frauen und Mädchen. Deshalb setzt sich CARE weltweit für mehr Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern ein. Die wirtschaftliche Stärkung von Frauen ist eines der effizientesten Mittel, um ihre Unabhängigkeit zu unterstützen und sie resilienter gegenüber externen Problemen zu machen. 

CARE arbeitet weltweit daran, dass Frauen sicher leben und selbstbestimmt über ihre Zukunft entscheiden können.
 

  • Schutz - Sichere Räume für Frauen und Mädchen in Krisengebieten.
  • Unterstützung - Psychosoziale und medizinische Betreuung und Hilfe nach Gewalterfahrungen.
  • Selbstbestimmung - Ausbildung, Einkommensmöglichkeiten und finanzielle Unabhängigkeit.
  • Veränderung - Gemeinschaften werden sensibilisiert, um Gewalt langfristig zu verhindern.
  • Perspektive - Aufbau einer neuen Lebensgrundlage durch eigenes Einkommen
Ein Mädchen sitzt mit einem Stift in der Hand an einer Schulbank und lächelt

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