
Wenn Frauen ihr eigenes Einkommen aufbauen, profitieren alle: Familien, Kinder, Gemeinschaften und ganze Regionen.
Wenn Frauen ihr eigenes Einkommen aufbauen, profitieren alle: Familien, Kinder, Gemeinschaften und ganze Regionen.
CARE unterstützt Frauen weltweit, Unternehmerinnen zu werden – für sich selbst, ihre Familien und ganze Gemeinschaften. CARE kombiniert praktische Unterstützung:
Startkapital, Schulungen und Netzwerke helfen Frauen, eigene Unternehmen aufzubauen und langfristig zu führen.

Aus unserer über 80-jährigen Erfahrung wissen wir: Fortschritte, die für Frauen erreicht werden, sind auch Fortschritte für ihre Familie und ihre gesamte Gemeinschaft.
Unterstütze CARE bei der Stärkung von Unternehmerinnen weltweit!
Weltweit gründen und führen Millionen Frauen eigene Unternehmen und sichern damit den Lebensunterhalt ihrer Familien. Doch trotz ihres wichtigen Beitrags zur Wirtschaft stehen viele Unternehmerinnen vor großen Hürden: Rund 80 Prozent der Frauen geführten Kleinunternehmen mit Finanzierungsbedarf gelten weltweit als unter- oder nicht ausreichend versorgt. Gleichzeitig leisten Frauen durchschnittlich deutlich mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Für Unternehmerinnen bedeutet das: Sie tragen Verantwortung für ihr Unternehmen und ihre Familie, haben aber häufig weniger Zeit, Kapital, Netzwerke und Entscheidungsspielraum für das Wachstum ihres Geschäfts.
CARE setzt sich dafür ein, diese Barrieren abzubauen und Frauen dabei zu unterstützen, wirtschaftliche Unabhängigkeit aufzubauen und ihre Zukunft selbstbestimmt zu gestalten.
Mikrokredite oder finanzielle Hilfe ermöglichen erste Schritte
Frauen verdienen eigenes Geld und werden unabhängig
Trainings in Unternehmensführung, Landwirtschaft oder Handwerk
Unternehmen wachsen, Arbeitsplätze entstehen
Spargruppen geben Sicherheit und Austausch
Familien, Kinder und ganze Regionen profitieren

Frauen sind ein wichtiger Motor für wirtschaftliche Entwicklung– ihr unternehmerisches Potenzial bleibt jedoch vielfach ungenutzt. Weltweit gehört nur etwa jedes vierte formelle Unternehmen einer Frau.
1,7 Billionen US-Dollar fehlen jährlich: So groß ist laut UN Women die globale Finanzierungslücke für frauengeführte kleine und mittelständische Unternehmen. Ein eingeschränkter Zugang zu Krediten und anderen finanziellen Ressourcen bremst damit sowohl Frauen, als auch wirtschaftliches Wachstum. Dabei ist das wirtschaftliche Potenzial enorm. Würden die Geschlechterunterschiede bei der Erwerbsbeteiligung geschlossen, könnte das weltweite Bruttoinlandsprodukt laut UN Women um bis zu 20 Prozent steigen. Erfolgreiche Unternehmerinnen schaffen zudem Arbeitsplätze und bringen neue Produkte, Dienstleistungen und Perspektiven in den Markt.

So groß ist laut UN Women die globale Finanzierungslücke für frauengeführte kleine und mittelständische Unternehmen.

CARE arbeitet mit Banken, Regierungen, Wirtschaftsverbänden und anderen Marktakteuren zusammen. Ziel ist beispielsweise, Finanzprodukte besser an die Bedürfnisse von Unternehmerinnen anzupassen, etwa durch kleinere Kredite, flexiblere Rückzahlung oder geringere Anforderungen an Sicherheiten.
Außerdem unterstützt CARE Frauen beim Sparen und beim Zugang zu Kleinkrediten. Ein wichtiges Instrument sind die sogenannten Village Savings and Loan Associations (VSLAs) – selbstverwaltete Spargruppen, in denen Frauen gemeinsam sparen und sich gegenseitig kleine Kredite geben. Die Kredite können beispielsweise für die Gründung oder Erweiterung eines Unternehmens verwendet werden.

Frauen erhalten Schulungen zu Finanzmanagement, Buchführung, Verhandlungs- und Führungskompetenzen sowie der Aufbau von Netzwerken. CARE-Teams verbinden diese Angebote häufig mit Mentoring und Peer-Netzwerken, sodass Unternehmerinnen neben fachlichen Kenntnissen auch kontinuierliche Beratung und den Austausch mit anderen Unternehmerinnen erhalten.
CARE unterstützt Unternehmerinnen außerdem beim Aufbau digitaler Kompetenzen, damit sie digitale Werkzeuge und Finanzdienstleistungen für ihre Unternehmen tatsächlich nutzen können. Die Schulungen werden dabei an unterschiedliche Vorkenntnisse und Geschäftsphasen angepasst: Sie reichen von grundlegenden Anwendungen wie Mobile Banking und digitalen Zahlungen bis hin zu fortgeschritteneren Kompetenzen in den Bereichen E-Commerce, digitales Rechnungswesen und digitale Geschäftstools. Hintergrund ist, dass fehlender Zugang zu Technologie und digitale Kompetenzen für viele Frauen eine zusätzliche Wachstumsbarriere darstellen.

CARE setzt sich auch mit den gesellschaftlichen Normen und Rollenverteilungen auseinander, die Frauen den Zugang zu wirtschaftlichen Chancen erschweren. In vielen Gesellschaften wird unbezahlte Haus- und Sorgearbeit überwiegend Frauen zugeschrieben. Dadurch bleibt ihnen weniger Zeit für Erwerbsarbeit, Unternehmensgründung, Weiterbildung oder den Aufbau geschäftlicher Netzwerke.
CARE betrachtet diese Rollenverteilung als strukturelle Ungleichheit, die verändert werden kann. CARE-Teams arbeitet mit Frauen, Familien, Gemeinschaften und anderen Akteuren daran, traditionelle Geschlechterrollen und Vorstellungen über die Zuständigkeit für Care-Arbeit zu hinterfragen. Dabei geht es beispielsweise darum, eine gerechtere Verteilung von Haus- und Sorgearbeit zu fördern und die Beteiligung von Frauen am wirtschaftlichen Leben zu stärken.
Mit fünf Jahren verkaufte Le Hong Van auf Dorffesten getrockneten Fisch. Heute führt die Unternehmerin aus Bac Giang in Vietnam zwei Fabriken, produziert gesunde Cracker und beschäftigt je nach Saison sieben bis zehn Mitarbeiter:innen.
Doch der Weg zur erfolgreichen Unternehmerin war nicht leicht. Als Van ihr eigenes Unternehmen gründete, musste sie zunächst ihre Familie davon überzeugen, dass sie als Frau ein Geschäft führen kann. „Es war eine große Sache für meine Familie. Sie sagten mir, dass es sehr schwierig sei, ein Unternehmen ohne die Unterstützung eines Mannes zu führen.“


Aber Van war fest entschlossen, ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Sie setzte sich durch, auch wenn die Doppelbelastung von Familie und Beruf ihr Schwierigkeiten bereitet. „Am Anfang habe ich mein Baby jeden Tag mit in die Fabrik genommen“, erzählt sie. Die Fabrik ist zwei Stunden von ihrem Zuhause entfernt. Wenn sie länger arbeiten muss, sucht sie noch immer bei Nachbar:innen, Freund:innen und Lehrer:innen nach Unterstützung für die Betreuung ihrer beiden Söhne.
Mit Unterstützung von CARE konnte Van ihr Unternehmen weiterentwickeln. Über das von Mastercard unterstützte Ignite-Programm erhielt sie einen Zuschuss von rund 800 US-Dollar. Damit finanzierte sie eine E-Commerce-Weiterbildung und baute einen Online-Shop auf. Zusätzlich nahm sie an Schulungen zu Finanzmanagement und Unternehmensführung teil und erhielt sechs Monate lang individuelles Coaching. „Das Ignite-Training hat mir viele Türen geöffnet“, erzählt sie.
Van will ihren Erfolg weitergeben. Sie möchte in ihrer Heimat Arbeitsplätze schaffen – besonders für Frauen. Ihr nächstes Ziel ist es, ihre Produktionsfläche zu verdoppeln und damit auch ihre Produktion auszubauen.
Ihr größter Antrieb sind ihre beiden Söhne. Sie sollen mit einem anderen Bild davon aufwachsen, was für Frauen möglich ist: „Ich möchte, dass meine beiden Jungen mich als Vorbild sehen – als Frau, die ein gutes Leben führen, ein gutes Unternehmen aufbauen und ohne finanzielle Sorgen leben kann.“
Weibliches Unternehmertum umfasst die unternehmerische Tätigkeit von Frauen – von der Gründung oder Übernahme eines Unternehmens bis zu dessen Führung und Weiterentwicklung. Unternehmerinnen sind dabei in ganz unterschiedlichen Branchen und Unternehmensformen tätig: Sie führen etwa Kleinst- und Familienunternehmen, landwirtschaftliche Betriebe, Handwerks- und Handelsunternehmen, Dienstleistungsbetriebe oder wachstumsorientierte Start-ups.
Unternehmerinnen leisten einen wichtigen Beitrag zu Einkommen, Beschäftigung und wirtschaftlicher Entwicklung. Gleichzeitig können Frauen auf strukturelle Hindernisse stoßen, etwa beim Zugang zu Kapital, Märkten, digitalen Technologien, Netzwerken oder bei der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit. CARE arbeitet daran, diese Barrieren abzubauen und Frauen dabei zu unterstützen, ihre Unternehmen weiterzuentwickeln und wirtschaftlich unabhängiger zu werden.
Unternehmerinnen können mit mehreren miteinander verbundenen Barrieren konfrontiert sein. Dazu gehören insbesondere:
CARE sieht diese Faktoren als strukturelle Hindernisse, die Frauen daran hindern, ihre Unternehmen zu gründen, zu erhalten oder weiterzuentwickeln.
CARE verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz bei der Unterstützung von Unternehmerinnen. Dazu gehören insbesondere:
Finanzierung: CARE arbeitet mit Finanzdienstleistern und anderen Marktakteuren daran, Finanzprodukte besser auf frauengeführte Unternehmen abzustimmen.
Spargruppen und Kleinkredite: Über Village Savings and Loan Associations (VSLAs) können Frauen gemeinsam sparen und sich gegenseitig Kredite zur Verfügung stellen.
Unternehmens- und Finanzbildung: Frauen erhalten unter anderem Schulungen zu Finanzmanagement, Unternehmensführung und digitalen Kompetenzen.
Mentoring und Netzwerke: CARE unterstützt Unternehmerinnen beim Aufbau von Peer-Netzwerken und bietet teilweise individuelles Coaching und Mentoring an.
Digitale Kompetenzen: Frauen sollen digitale Werkzeuge und digitale Finanzdienstleistungen sicher und effektiv für ihre Unternehmen nutzen können.
Veränderung struktureller Barrieren: CARE arbeitet außerdem mit Familien, Gemeinschaften, Unternehmen, Regierungen und anderen Akteuren daran, Barrieren wie diskriminierende soziale Normen und ungleiche Care-Arbeit zu reduzieren und die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern.
Sie können Unternehmerinnen weltweit mit einer Spende unterstützen. Damit tragen Sie einen wichtigen Teil dazu bei, weibliches Unternehmertum zu fördern. Sie ermöglichen Frauen Zugang zu Finanzierung, Sparmöglichkeiten, unternehmerischer Weiterbildung, digitalen Kompetenzen, Mentoring und wirtschaftlichen Netzwerken.
Jetzt für Unternehmerinnen weltweit spenden und die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen stärken.
